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Meilenstein für Innenstadt: Umbau der Rödinghauser Straße zur Verbindungsachse

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Von: Frank Osiewacz

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Rödinghauser Straße in Hamm neu gedacht: Die Straße ist breiter geworden, im Vordergrund zur Ritterstraße ist im Entwurf neue Bebauung und eine Platzsituation entstanden.
Rödinghauser Straße neu gedacht: Die Straße ist breiter geworden, im Vordergrund zur Ritterstraße ist im Entwurf neue Bebauung und eine Platzsituation entstanden. Der Blick in dieser Ansicht geht von der Ritterstraße in Richtung Fußgängerzone. © PASD Feldmeier + Wrede

Der schmale Schlauch zwischen Ritterpassage und Fußgängerzone soll bald Geschichte sein. Mit dem Umbau der Rödinghauser Straße zwischen West- und Ritterstraße geht die städtebauliche Aufwertung der Innenstadt einen großen Schritt nach vorne.

Hamm – Die Verwaltung hat in Zusammenarbeit mit dem Büro PASD Feldmeier + Wrede (Hagen) städtebauliche Studien zur Verbindungsachse und zum Gebäude Weststraße 36 vorgelegt. Auf dieser Grundlage soll die Planung dann weiter konkretisiert werden.

Die Bezirksvertretung Mitte hat die Studie dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität bereits einstimmig empfohlen, der Fachausschuss wird am 7. September den Beschluss fassen. Die verfeinerte Planung ist dann noch einmal Gegenstand einer gesonderten Beschlussfassung.

Im Gesamtgedanken Innenstadt steht die Rödinghauser Straße nicht für sich, sondern soll künftig eine zentrale Rolle einnehmen: als wichtige Achse zwischen Allee-Center über die Ritterpassage/B-tween zur Fußgängerzone und darüber hinaus bis zum Martin-Luther-Platz. Bisher hat sie eine reine „Durchgangsfunktion“. Künftig soll daraus ein attraktiver öffentlicher Raum mit „Rödinghauser Platz“ und neuer Wohnbebauung zur Ritterstraße (laut Studie elf Einheiten) werden. Die oberirdischen Parkplätze verschwinden und werden unter die Erde verlegt (31 statt bisher 19).

OB Marc Herter, Stadtbaurat Andreas Mentz, Martin Zerle, Bbm Stefanie Baranski und Stadtplanerin Barbara Thüer stellen Pläne für  Rödinghauser Straße vor
Entschlossenheit am Ort des Geschehens: OB Marc Herter (von links), Stadtbaurat Andreas Mentz, Martin Zerle, Bezirksbürgermeisterin Stefanie Baranski und Stadtplanerin Barbara Thüer stellten das Ziel an der Rödinghauser Straße vor. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Dreh- und Angelpunkt für das Vorhaben ist die Weststraße 36, das Gebäude, in dem sich einst die Mayersche Buchhandlung befand und das jetzt durch eine Galerie auf Zeit belegt ist. Oberbürgermeister Marc Herter sprach beim Pressetermin vor Ort von einer „Schlüsselimmobilie“. Für die geplante Aufwertung und Verbreiterung der Rödinghauser Straße ist zwingend ein Eingriff in das Gebäude erforderlich. Dafür wird der westliche Teil zur Gasse zurückgebaut.

Gastronomie an der Rödinghauser Straße

Das neu entstehende Gebäude auf den heutigen Parkflächen an der Ritterstraße ist in seiner Gebäudeflucht etwas zurückgenommen, so dass hier eine Platzsituation, eventuell mit Gastronomie im Erdgeschoss entstehen kann. Nach der Aufwertung der Weststraße durch neue Möblierung soll sich diese auch in der Rödinghauser Straße fortsetzen. Ein einheitlicher Bodenbelag soll den neuen Platz und das B-tween verbinden.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft Hamm (SEG) ist seit Anfang 2021 Eigentümerin von 9/10tel Miteigentumsanteilen am Objekt sowie alleinige Eigentümerin des angrenzenden Parkplatzes Ritterstraße. Der Erwerb war zwingend notwendig, um hier ganzheitlich agieren zu können. Er ist das Ergebnis langer Verhandlungen unter der Regie von SEG-Geschäftsführer Martin Zerle. Das Vorhaben geht weit in die Hunsteger-Ära zurück und ist ein Teil einer ganzen Reihe von Maßnahmen zum Umbau der Innenstadt.

Geschäftshaus „Rödinghaus“ an Weststraße 1984 eröffnet

Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus „Rödinghaus“ an der Weststraße 36 wurde am 7. September 1984 eingeweiht – also lange vor der Ritterpassage (1998) und dem Allee-Center (1992). Baubeginn war Anfang 1983. Die Bauherrengemeinschaft investierte damals 10 Millionen Mark. Allein die Firma Dolle war bei der Eröffnung mit drei Betrieben vertreten: Café im 1. Obergeschoss, Bäckerei und Feinkost. Hinzu kamen mehrere Textiler. Dem Neubau gewichen war das ehemalige „Café Schulte“, das im November 1953 unter diesem Namen eröffnet hatte.

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