Bundespolizei sucht Zeugen

Männliches Trio verletzt Vater und Tochter im Hammer Bahnhof schwer

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Hamm - Drei Männer haben in der Haupthalle des Hammer Bahnhofs einen 50-jährigen Mann und seine 18-jährige Tochter attackiert und ihnen erhebliche Verletzungen zugefügt. Zur Aufklärung der Tathintergründe sucht die Bundespolizei Zeugen.

Die Auseinandersetzung fand bereits am 23. April 2018 statt - sie wurde jetzt im Zuge der Aufklärungsarbeiten des "schwierigen Falls" von der Pressestelle der Bundespolizei bekannt gemacht. An jenem Montag gegen 22.10 Uhr gerieten die beiden Opfer mit den 27, 28 und 54 Jahre alten Männern gewaltsam aneinander. Die Verletzungen wurden nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Gerdes durch Faustschläge und Tritte hervorgerufen. Ein acht Monate alter Säugling auf dem Arm der jungen Frau blieb dabei offenbar unverletzt.

Die drei Männer konnten schon kurz nach dem Vorfall im Zuge einer Nahbereichsfahndung im Bahnhofsumfeld festgenommen werden. Über Bilder der Videoüberwachung hätten die Ermittler überdies "viel Klarheit bekommen", zeigte sich Gerdes froh über diese Sicherheitsvariante im Hammer Bahnhof.

Polizei sucht dringend Zeugen des Vorfalls

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Bekannt sei bislang, dass alle Tatbeteiligten "Migrationshintergrund" haben, sie sich vorher schon kannten und es sich "mehr oder weniger um eine Familienfehde" handelte. Das genüge jedoch nicht, um den Fall sauber zu durchleuchten und gerichtsfest zu machen, erklärte Gerdes: "Ein schwieriger Fall." Ob es bereits Zeugen gebe, wollte der Bundespolizist mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Zur Aufklärung der Hintergründe und des Ablaufs des brutalen Vorfalls ist die Bundespolizei daher auf weitere Hilfe angewiesen. Die in diesem Fall ermittelnde Bundespolizeiinspektion in Münster bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der kostenfreien Rufnummer 0800/6-888-000 zu melden.

Die beiden Opfer wurden von Bundespolizisten unmittelbar ersthelferlich versorgt. Sie wurden jedoch nicht in ein Krankenhaus gebracht, obwohl das in einem der Fälle angezeigt gewesen sei, sagte Gerdes. Er wisse nicht, ob sich die Opfer anschließend selbstständig in Behandlung gegeben haben.

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