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Leiche im Nordringpark-Teich: Obduktion soll Rätsel lösen

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Von: Markus Hanneken

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Getrübte Idylle: Hier im Nordringpark-Teich trieb am Sonntag eine Leiche.
Getrübte Idylle: Hier im Nordringpark-Teich trieb am Sonntag eine Leiche. © Markus Hanneken

Der Fund einer männlichen Leiche im Nordringpark in Hamm bleibt auch am Folgetag noch mysteriös. Die Polizei gab allerdings einige neue interessante Details zur Person und zum weiteren Vorgehen bekannt.

Hamm - Die Polizei in Hamm versucht die Hintergründe eines bislang rätselhaften Todesfalls im Nordringpark zu klären. Ein Radfahrer hatte im östlichen Bereich des Parkteichs am Sonntagmorgen die Leiche eines 23-Jährigen entdeckt: Der Mann lebte in Werne, hatte aber eine somalische Staatsangehörigkeit. Wie am Montag bekannt wurde, hatte er keine Oberbekleidung an, am Uferrand sei ein T-Shirt gefunden worden. Dies verstärkt zumindest die Theorie, dass er in der tropenwarmen Nacht auf Sonntag freiwillig ins Wasser gegangen sein könnte.

Die Kripo setzt neben den Ermittlungen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung: So werden vor allem die Drogenabhängigen des Szenetreffs unweit der Fundstelle befragt, ob ihnen der Mann bekannt war oder er gar zu ihrer Gruppe gehörte. Zudem sollen sich mögliche Zeugen melden, die den dunkelhäutigen Mann in den Stunden vor der grausigen Entdeckung eventuell im Umfeld des Parks oder sogar das „Unfallgeschehen“ selbst gesehen haben. Hinweise werden unter der Telefonnummer 02381-916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegengenommen.

Die Kreispolizei Unna ermittelt zudem am Wohnort des Mannes in Werne. Zu seiner Unterbringung und familiären Situation dort liegen noch keine Informationen vor.

Leiche im Nordringpark: Untersuchung bei KTU in Dortmund

Der Polizei in Hamm liegen keine Anzeichen von äußerer Gewalteinwirkung am Körper des 23-Jährigen vor, die eindeutig auf ein Kapitaldelikt hinweisen würden.

Nach Angaben des Hammer Polizeisprechers Hendrik Heine soll der Leichnam am heutigen Montag in Dortmund auf kriminaltechnische Spuren (KTU) untersucht werden. Am Dienstagvormittag wird es eine Obduktion geben. Deren Ergebnisse dürften Aufschluss geben, was wirklich geschah.

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