Initiative in der Hammer Innenstadt

Hässlicher Leerstand in der Fußgängerzone belebt

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Mark Gerstenberg (rechts) mit dem Künstler Osman Bol in den leeren Geschäftsräumen.

Hamm - Die Arbeitsgruppe zur Belebung der Hammer Weststraße hat ein erstes Zeichen gesetzt.

Im leer stehenden Ladenlokal der ehemaligen Mayerschen Buchhandlung sind im Erdgeschoss-Schaufenster ab sofort Arbeiten des Hammer Künstlers Osman Bol zu sehen. Die Bespielung von Leerstand durch Kunst in der Fußgängerzone gehört zu den Zielen, die die Gruppe verfolgt. „Wir sind dankbar, dass der Eigentümer diese Übergangslösung ermöglicht hat“, sagt Mark Gerstenberg, der in der Arbeitsgruppe für temporäre Nutzungen zuständig ist.

Die Wahl sei auf Osman Bol gefallen, weil dieser durch sein künstlerisches Schaffen seit langem eng mit der Innenstadt verbunden ist.

So präsentierte sich das Ladenlokal in der Weststraße eine lange Zeit.

Zu sehen sind vier Arbeiten, die Bols bekannte Rückansichten zeigen, in denen er sich selbst zum Betrachter macht. Sie sind eine Art Markenzeichen geworden. In diesem Fall reichen sie von politischen Anspielungen über persönliche kulturelle Bezüge bis zum reinen Stimmungsbild.

„Wir müssen etwas unternehmen, um zu beleben“, sagt Gerstenberg. Man werde hier Kunst zeigen, so lange es möglich sei, gerne mit wechselnden Hammer Künstlern.

Die Bücherkette Mayersche hatte ihre Filiale in Hamm bis Anfang 2013.

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Ladenlokal der Mayersche wieder vermietet

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Kommentare

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Kommentare

Grete WeiserAntwort
(0)(0)

Ketten sind die einzigen, die die Mieten in der Westtraße noch zahlen würden und könnten, nur die machen auch sofort wieder dicht, wenn der Umsatz nicht stimmt. Die Mieten sind dort einfach zu hoch. Einzelhändler gäbe es genug, die auch schon fast alles da gewesen sind, aber konnten sich nicht halten, weil sie nur einen bestimmten Kundenstamm bedienen können. Und dieser Kundenstamm war zu wenig für die hohen Mieten. Einige haben wieder schließen müssen, weil sie es sich nicht mehr leisten konnten. Und mit bestimmten Kundenstamm meine ich nicht nur die Kunden "mit Geld". Aber mitlerweile gehen die Kunden, die etwas mehr für Qualität ausgeben würden, nacj Dortmund oder Münster

Gabriel
(1)(0)

Tja, Buchläden, dass erste Amazonopfer.
Wobei stöbern ja auch zunehmend weniger Spaß gemacht hat.
Bunte Aufsteller mit den Top 10 der Bestsellerlisten, vorausgesuchte Auswahl zu den Themen, zunehmend weniger Fachliteratur, dafür aber Ratgeber ohne Wert und Ganz viele Koch und Backbücher, wobei das eher Rezeptesammöungen sind, denn Wissen über Lebensmittel ist darin kaum zu finden. Oft eher lärmig und unruhig in den Läden, bloß nicht länger bleiben und mal richtig gucken was man erwerben möchte.
Beratung, naja, 400€ Kräfte, was sollen die einem schon noch für eine Beratung geben.
Es wurde halt immer unattraktiver die Läden zu betreten und im Gegenzug immer einfacher auch ausgefallenes direkt nach Hause zu Bestellen.

Wenn ich allein bedenke wie oft mir gesagt wurde das kann ich ihnen Bestellen und dann öffnete man am Computer Amazon, da möchte ich heulen.

Dann der Hang zu Ketten, kein individuelles Angebot mehr, im großen und ganzen hat bis heute der Einzelhandel kein Konzept wie er dem Internet begegnen soll und die Weststr. ist ein Paradebeispiel.

Dohle
(0)(0)

Ist das ein Erfolg...???
Begeistert das die Besucher der Zone???
Naja..besser als nix !!