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Rosenmontagsumzug in Hamm 2020: Vorbereitungen auf Hochtouren

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Von: Peter Körtling

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Karnevalsfreundinnen wie Geli (links) und Anke arbeiten oft das ganze Jahr über an den Wagen, damit sie rechtzeitig fertig werden.
Karnevalsfreundinnen wie Geli (links) und Anke arbeiten oft das ganze Jahr über an den Wagen, damit sie rechtzeitig fertig werden. © Rother

In der Wagenbauhalle des Festkomitees Hammer Karneval (FHK) laufen die Vorbereitungen für den Rosenmontagszug am 24. Februar auf Hochtouren.

Hamm – Nach Feierabend sind Männer und Frauen der Vereine und Gruppen in diesen Tagen aktiv, sägen, lackieren, bohren, schrauben. Die Prunkwagen werden kreativ verschönert. Enrico Deiß ist Wagenbauleiter des FHK. Die Wagenbauhalle ist für ihn damit wieder fast das ganze Jahr über eine Art zweites Zuhause. Er weiß um die Herausforderungen, die von den Karnevalisten zu bewältigen sind. „Ob es oben die Brüstungshöhe zur Absturzsicherung ist oder unten am Wagen die Radabdeckung, alles muss sitzen, wenn der TÜV kommt.“

Und die Prüfer kommen, jedes Jahr, schließlich wird jedes einzelne Fahrzeug vor dem Rosenmontag abgenommen, sonst darf es nicht starten. Doch vielen in der Halle macht die Arbeit an den Fahrzeugen nichts aus. „Wenigstens eine Handvoll Leute sind immer hier. Es macht Spaß, gemeinsam kreativ zu sein“, sagt Deiß. Auch den Anfängern helfe man stets geduldig weiter, damit am Ende jeder Wagen fertig wird.

Seit Oktober regelmäßig im Einsatz

Friedrich Oesting und Carina Frigge sind für die Hammer Narrenzunft im Wagenbau tätig. „Seit Oktober sind wir regelmäßig hier, denn wir müssen den Wagen ja nur neu gestalten und nicht komplett aufbauen“, sagt Oesting. Er selbst ist seit drei Jahren dabei. Ihm sei diese Form der Kreativität lieber, als auf einer Bühne zu stehen.

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© Rother

Frigge reizt die Umsetzung des jährlich wechselnden Mottos, wie sie erklärt. Überlegen, erste Entwürfe zeichnen, korrigieren und dann Umzusetzen sei immer wieder eine spannende Herausforderung. Wenn die Besucher des Rosenmontagszuges dann auch ihrem Wagen zujubeln, sei das die schönste Belohnung für den Einsatz.

Der Zug in Hamm ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden, sagt Eckhard Schüler, Präsident des FHK. Deshalb seien die Anforderungen an die Sicherheit hoch. Die Vereine selbst stellen Wagenbegleiter, die mit den einzelnen Wagen mitmarschieren. Zusätzlich werden weitere Freiwillige gesucht, die als Streckenbegleiter mithelfen. „Jeder Interessierte ab 18 Jahren ist herzlich eingeladen, uns zu unterstützen und diese Freude für Jung und Alt zu ermöglichen“, sagte Schüler.

Vereine helfen sich gegenseitig

Für die freiwilligen Helfer soll es im Sommer ein Grillfest an der Wagenbauhalle geben. Dort können sie sich auch noch einmal die Festwagen genau ansehen, an denen ja das ganze Jahr über gearbeitet wird. Wenn sich ganze Abschlussklassen meldeten, so sei auch ein Bonus für die Klassenkasse möglich, etwa, um die Abschlussfeier zu unterstützen.

Wenn sich andere Vereine meldeten, so könne das FHK diesen auch wieder helfen. Im vergangenen Jahr hatte sich beispielsweise der Schützenverein Hamm-Süden gemeldet und den Rosenmontagszug mit Streckenposten unterstützt. Im Gegenzug marschierte eine Abordnung des FHK bei deren Schützenumzug mit. „So helfen sich die Vereine gegenseitig“, sagt Schüler.

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Zugbegleiter gesucht!

Der Rosenmontagszug ist stetig größer geworden. Insgesamt müssen nun 45 Streckenposten gefunden werden, die den Zug begleiten können. Wer weiterhelfen will, meldet sich bei Pascal Chmielnicki, Medienberater des Festkomitees Hammer Karneval: Telefonnummer 0176/42157929, E-Mail: medien@fhk-hamm.de.

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