Kammerchor „Camerata Vocale Hamm“ erwacht zu neuem Leben

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Johannes Krutmann (links), Heike Klatt und Heiko Ittig präsentieren das neue Konzept zum ökumenischen Chor „Camerata vovale“.

Hamm - Es ist eine alte Tradition, die jetzt wieder auflebt und die Hammer Kirchenmusikszene bereichern soll: Nachdem sich der Kammerchor „Camerata Vocale Hamm“ im Jahr 2006 aufgelöst hatte, gründet er sich jetzt gerade neu.

Das Konzept dahinter ist allerdings ein anderes als früher. „Es ist auf viel breiteren Füßen aufgestellt“, sagt Johannes Krutmann bei der Vorstellung des ersten Konzerts am 15. April mit Blick auf den ökumenischen Hintergrund. Denn neben Krutmann als Leiter und Heiko Ittig als Kreiskantor der evangelischen Kirchengemeinde an der Orgel ist mit Organist Michael Seibel auch ein Vertreter der katholischen Kirche dabei. Die Zusammenarbeit der drei funktioniere schon seit langem sehr gut, betonen sie. 

Der neue Kammerchor unterscheide sich dabei von anderen Chören „Es gibt nicht das normale Chorleben“, erklärt Heiko Ittig. Denn: Der Kammerchor sei ein Projektchor, bei dem Kirchenmusiker aus den verschiedensten Bereichen Hamms zusammenkommen und sehr fokussiert in vier Proben das Programm für das Konzert einstudieren. „Wir haben verschiedene Personen angeschrieben“, erklärt Ittig den Prozess der Zusammensetzung. „Es sind aber alles Sänger, die im Bereich Kirchenmusik tätig sind und große Erfahrung haben. Auch etliche Chorleiter sind darunter“, fügt er hinzu. 

Angesichts von nur vier Proben – die erste fand im Februar statt – war der Einstieg in die Probenarbeit auf entsprechend hohem Niveau. „In diesem Rahmen ist schnell eine große Entwicklung zu erkennen“, berichtet Ittig über die drei bereits absolvierten Übungsstunden. Die Mischung im Chor stimme jedenfalls. „Es funktioniert“, sagt der Kreiskantor. Leiter Johannes Krutmann fügt hinzu, dass es ein „sehr bunter Chor“ sei, bei dem ein großes Miteinander herrsche. Altersmäßig sind die Sänger gemischt, von 19 bis 70 Jahren ist alles dabei.

Schön an der Vielfalt: Man könne siebenstimmig singen. „Das Projekt hat mich sofort in den Bann gezogen“, erklärt Krutmann, warum er sich für die Leitung des Kammerchors zur Verfügung stellte. Claudio Monteverdi habe man deshalb in den Fokus gerückt, weil vergangenes Jahr ein Monteverdi-Jahr war – er wäre 450 Jahre alt geworden – und er den Umbruch zum Barock mitgestaltet habe. Die Motetten und Madrigale gesanglich umzusetzen, sei zwar anspruchsvoll, „aber ich hatte Lust darauf, das zu probieren.“ 

Geplant ist, dass der Kammerchor ein Mal im Jahr ein Konzert präsentiert, immer unter einem anderen Motto. Überlegt wird, ob jedes Mal auch ein anderer Leiter die Verantwortung übernimmt. Heike Klatt als Initiatorin freut sich schon jetzt sehr auf das erste Konzert unter dem Titel „Divino Claudio“. Den Kammerchor habe sie wieder ins Leben gerufen, weil man die Tradition aufleben lassen wolle und „die Freude an der Musik weitergeben“ möchte, so Klatt. Unter den aktuellen Sängern sind unterdessen auch einige, die bereits bis 2006 im Chor aktiv waren.

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