Neben Tanzschule Pape-Eicker/Schmidt

Ippen-Stiftung schließt Baulücke in Innenstadt

+

Hamm – Die Ippen-Stiftung als Bauherrin schließt eine Baulücke an der Bismarckstraße.

Auf dem bisherigen Parkplatz neben der Tanzschule Pape-Eicker/Schmidt gegenüber der Volksbank entsteht ein dreigeschossiges Bürogebäude mit Staffelgeschoss. Langfristiger Mieter wird die Kanzlei Schlünder Rechtsanwälte sein, die ihren Sitz aktuell an der Marker Allee 1 gegenüber des Widumbunkers hat. Ein Teil der Mieteinnahmen fließt über die Stiftung in soziale Projekte.

Die Baugenehmigung ist erteilt, die Fertigstellung und der Einzug der Kanzlei sind für den Jahreswechsel 2020/21 vorgesehen. Das sagte Architekt Sven Kastien (Düsseldorf) bei der Vorstellung der Pläne. 

Kastien hat auch das Medienhaus für den Westfälischen Anzeiger und Radio Lippewelle gebaut.

Lesen Sie auch:

WA-Verleger Ippen: Erstmals Stipendien für Grundschüler

Grundstücke erworben: WA entwickelt Fläche in Widumstraße

Hammer Medienhaus mit Lob von Laschet feierlich eingeweiht

Platz wird dringend benötigt

Rund 2000 Quadratmeter werden der Kanzlei dann zur Verfügung stehen. Platz, der dort dringend benötigt wird, denn – so sagt es Fachanwalt Dr. Ingo Schmidt – die Kanzlei platze mit inzwischen 60 Mitarbeitern aus allen Nähten. 

Nach und nach seien zusätzliche Büroflächen außerhalb des Stammsitzes dazu gemietet worden, doch das sei für die betrieblichen Abläufe „suboptimal“ gewesen, ergänzt Rechtsanwalt Johannes Deppenkemper. Ziel sei es gewesen, an einem neuen Standort alle Mitarbeiter wieder unter einem Dach zu vereinen.

Die neuen Mieter der Kanzlei Schlünder Rechtsanwälte vor der Visualisierung des neuen Bürogebäudes der Ippen-Stiftung an der Bismarckstraße. Dr. Ingo Schmidt (von links), Johannes Deppenkemper und Norbert Elfert mit Stiftungsvorstand Hans Sahl und Architekt Sven Kastien. (Ein Klick rechts oben ins Bild zeigt das komplette Motiv.)

Das hätte auch bedeuten können, dass die Kanzlei, die seit über 50 Jahren besteht und bundesweit tätig ist, Hamm den Rücken kehrt. „Der Standort Hamm stand anfänglich durchaus zur Disposition“, so Schmidt. „So haben wir erwogen, nach Münster zu ziehen oder dort eine Zweigniederlassung einzurichten, wie es andere größere Kanzleien aus Hamm getan haben.“ 

Zum einen habe es an Flächen dieser Größenordnung gemangelt, zum anderen wisse man, dass junge Anwälte einen Berufsstart beispielsweise in Münster, Düsseldorf oder Hamburg vorzögen.

Höhe wie Nachbarbebauung

Letztlich sei man dann aber froh gewesen, doch noch diese auf die Kanzlei maßgeschneiderte, bahnhofsnahe Lösung in Hamm gefunden zu haben. Sie sei ein gutes Argument für den Standort.

Der neue Komplex passt sich in der Höhe der Nachbarbebauung an. Das Gebäude erhält eine helle Klinkerfassade und zeichnet sich in allen Geschossen durch bodengleiche Fenster aus. Auch innen werde viel mit Glas und Glaswänden gearbeitet, kündigte Architekt Sven Kastien an. Seitlich wird eine Zufahrt zum Innenhof frei gehalten. Dort befinden sich Stellflächen. Möglichst viele der Aufträge am Bau sollen an Hammer oder regionale Unternehmen vergeben werden.

Das ist die Ippen-Stiftung:

Die Ippen-Stiftung besteht seit knapp 19 Jahren. Im Jahr 2000 gründete WA-Verleger Dr. Dirk Ippen anlässlich seines 60. Geburtstages die gemeinnützige Stiftung, deren Zweck es ist, den Bürgersinn und das bürgerschaftliche Engagement auf lokaler Ebene zu stärken. 

Als Stiftungszweck sind Ausbildungsförderung, Bildung, Erziehung, Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung eingetragen. Erstmals hat Ippen in diesem Jahr mit der Ippen-Stiftung und in Kooperation mit der Roland-Berger-Stiftung ein Schülerstipendium für Erstklässler aufgelegt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare