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Ideen-Wettbewerb fürs Westentor

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Von: Frank Osiewacz, Jörn Funke

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Das Westentor soll umgestaltet werden. © Mroß

Hamm - Bis zum Umbau des Westentors wird etwa ein halbes Jahr mehr Zeit ins Land gehen als zuletzt angenommen. War vor etwa einem Jahr noch ein Baubeginn Mitte 2020 avisiert, verschiebt sich die Umgestaltung nach aktueller Einschätzung jetzt auf Ende 2020. Noch sind keine Pläne gezeichnet, denn die soll ein Ideenwettbewerb hervorbringen, an dem sich Planungsbüros beteiligen können.

Der Wettbewerb soll im kommenden Jahr laufen. Dann wird es auch eine bürgerintensive Beteiligungsphase geben. Mindestens drei bis vier Workshops sind geplant, bei denen die Anregungen der Anwohner und Geschäftsleute berücksichtigt werden“, erläutert Herberg. Am Westentor sollen ein Bussteig zurückgebaut und die verkehrliche Situation neu geordnet werden. Dadurch sollen Fußgänger und Radfahrer mehr Raum erhalten. Bodenbelag und Mobiliar sollen ausgetauscht werden, sodass die circa 3 500 Quadratmeter große Fläche barrierefrei wird.

Laut Vorplanung des Tiefbauamts belaufen sich die Baukosten auf rund 1,1 Millionen Euro, für den Wettbewerb sind 90 000 Euro kalkuliert. „Die Gelder für die Planungsphase sind durch einen Förderbescheid bewilligt“, sagte ein Stadtsprecher. Die Kosten für die Baumaßnahme müssten erst konkreter sein, bevor hierfür ein Antrag auf Förderung gestellt werden könne. Zudem müssten verschiedene Fördertöpfe koordiniert werden Bevor die Planung umgesetzt werden kann, muss eventuell erst noch der Lippeverband ran. Dieser werde im kommenden Jahr einen Kanal im Randbereich auf seine Schadhaftigkeit überprüfen und diesen dann Ende 2019 beziehungsweise Anfang 2020 möglicherweise erneuern. „Das steht aber noch nicht fest“, sagt Pressesprecher Ilias Abawi. Die Umgestaltung des Westentors ist eines der Leitmotive der „Perspektive Innenstadt 2030“.

Zuletzt war das Westentor 1988/89 umgestaltet worden. Beim Umbau waren die Fundamente eines Stadttores aus dem 13. Jahrhundert gefunden worden. Das Tor selbst war 1798 abgerissen worden; der Platz wurde seitdem mehrmals vollständig umgestaltet. 1898 hielt hier erstmals eine Straßenbahn, heute ist er neben dem Willy-Brandt-Platz der zentrale Umsteigepunkt im Hammer Busnetz

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