Verein will Westentor zum Kunstbahnhof aufwerten

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Werner Reumke (von links), Martina Hau, Jens Berghaus und Siegbert Künzel plädieren für eine künstlerische Gestaltung des Westentors.

Hamm-Mitte - „Das Westentor soll Kunstbahnhof werden.“ Mit dieser Forderung in Form eines Bürgerantrags hat sich der Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels vor über einem Jahr an die Stadt gewandt.

In den mittlerweile vorliegenden Plänen spielen die Ideen und Vorschläge aus dem Künstlerviertel jedoch keine Rolle. „Da das Martin-Luther-Viertel das einzige innenstädtische Quartier mit einem Skulpturenpark im öffentlichen Raum in ganz NRW ist, lag es auf der Hand, bei der Sanierung des Busbahnhofs Kunst und Kultur als zentrale Qualitätsbausteine zu berücksichtigen“, erinnert Vereinsvorsitzender Werner Reumke an die Erstellung des Bürgerantrags vor über 16 Monaten.

Kunstbahnhof als Zielsetzung

Da im Entwicklungskonzept für die Innenstadt der Begriff Kunst komplett fehle, sah sich der Vereins berufen, das zu ändern. Erst mit etwas Besonderem und Außergewöhnlichem wie Kunst im öffentlichen Raum lasse sich das Image der Stadt heben und Menschen motivieren, nach Hamm zu reisen, um den Kunstbahnhof und das angrenzende Viertel zu besuchen.

„Darum wollen wir mit einem außergewöhnlichen Kunstwerk einen Big-Point setzten und Hamm über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen. Wenn dann Touristen kommen, lassen die auch Geld in der Innenstadt“, ist Reumke überzeugt.

Angesichts seines bereits 16 Jahre währenden Engagements ist sich der Verein sicher, das sich ohne die Akteure in der Stadtmitte selber kaum Positives bewerkstelligen lässt. „Als wir hier mit Kunst und Kultur angefangen haben, stand fast alles leer. Mit der Zeit haben sich immer mehr Leute niedergelassen und auch der Bestand an leeren Wohnungen hat abgenommen“, führt Reumke die Entwicklung des Martin-Luther-Viertels als Beispiel an.

Gespräch mit Oberbürgermeister stattgefunden

Nach Erstellung des Antrags habe ein Gespräch mit Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann stattgefunden. „Der war von unseren Ideen angetan und sprach von sechsstelligen Summen, die er bereit wäre, im Kunstbereich zu mobilisieren“, erinnert sich Reumke. Danach sei man von Vereinsseite davon ausgegangen, bei den Planungen zum Entwicklungsprozess des Busbahnhofs präsent zu sein.

Nach der Veröffentlichung der Pläne, die nun einen reinen Busumsteigebahnhof vorsähen, sei man im Künstlerviertel enttäuscht. „Außer der mündlichen Zusage des OB ist nichts übriggeblieben. Da fragt man sich doch, ob Bürgermitwirkung in der Innenstadt überhaupt gewollt ist“, kritisiert Reumke. „Wir haben jetzt die Angst, dass es bei der Umsetzung einer 08/15-Variante bleibt“, unterstreicht der zweite Vorsitzende Siegbert Künzel.

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