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Horror-Überfall im Hammer Süden: Prozess beginnt

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Diese Waffe fand die Polizei griffbereit in der Wohnung des mutmaßlichen Täters.
Scharf und durchgeladen: Diese Waffe fand die Polizei griffbereit in der Wohnung des mutmaßlichen Täters. © Polizei

Gut ein Jahr nach dem Horror-Überfall in einem Einfamilienhaus in Hamm muss sich einer der mutmaßlichen Täter ab Montag, 28. November, vor dem Dortmunder Landgericht verantworten.

Hamm – Dem 35-jährigen Deutsch-Kasachen werden schwerer Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Der bereits in der Vergangenheit wegen wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getretene Mann soll Teil einer Bande gewesen sein, die am 28. August in der Nähe des Pilsholz im Hammer Süden in das Haus eines Geschäftsmannes und dessen Ehefrau eingedrungen war.

Über Stunden wurde das Paar von den Räubern in Schach gehalten, bedroht und schließlich gefesselt in einen begehbaren Kleiderschrank eingesperrt. Die Täter entkamen in jener Nacht mit Bargeld, Schmuck sowie Gold und Silber, das in einem Tresor gelagert gewesen war. DNA-Spuren des Angeklagten wurden später auf dem Tresor entdeckt.

Schock bis heute nicht überwunden

Der Mann wurde am 2. Juni in Kreuztal (bei Siegen) von Spezialeinsatzkräften der Polizei festgenommen. Bei ihm wurden damals eine durchgeladene Maschinenpistole sowie zwei scharfe und ebenfalls durchgeladene Pistolen gefunden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Für den Prozess sind zunächst drei Verhandlungstage vorgesehen. Die Suche nach den potenziellen Komplizen aus der Tatnacht dauert weiterhin an. Das ausgeraubte Ehepaar hat den Schock bis heute nicht überwunden. Sie würden an dem Prozess nicht als Nebenkläger teilnehmen. Das sagte am Mittwoch ein Sprecher des Landgerichts auf WA-Nachfrage.

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