Verbote oftmals ignoriert

Hindernis-Parcours Ackerstraße: Anwohner sauer über Parksituation

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Die vordere Ackerstraße wird gerne als Parkplatz genutzt. Anwohner gelangen nicht zu ihren Stellplätzen.

Parken hat immer etwas mit der Einhaltung von Regeln zu tun. Der größte Teil derer, die schon länger einen Führerschein haben, dürfte irgendwann einmal für einen Verstoß zur Kasse gebeten worden sein.

Hamm-Westen – Zu diesen Sündern gehört auch eine Anwohnerin des vorderen Teils der Ackerstraße im Hammer Westen. „Das kann passieren“, sagt sie. Für vorsätzliche Falschparker, die ihr und anderen Anliegern das Leben schwer machen, hat sie allerdings kein Verständnis. Die Parksituation am Wilhelmsplatz ist für sie zum Ärgernis und zur Nervenprobe geworden.

Seit 17 Jahren wohnt die Frau, die aus Angst vor Repressalien nicht genannt werden möchte, im vorderen Teil der Ackerstraße. Zu ihrer Wohnung gehören zwei Stellplätze in der hauseigenen Tiefgarage. Die Zufahrt zu dieser, die in einer kurzen Sackgasse liegt, sei regelmäßig zugeparkt. Damit seien die Stellplätze nicht erreichbar.

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Situation mit Fotos dokumentiert

Mit Fotos hat sie die Situation dokumentiert: parkende Autos in Zweierreihe, ein parkendes Auto mittig in der Straße, auswärtige Lieferwagen, die die Zufahrt versperren. Stehen dürfen die Fahrzeuge hier – allerdings nur kurz zum Be- und Entladen, denn hier gilt eine durch Schilder ausgewiesene Parkverbotsregelung.

„Doch das reicht offenbar nicht. Es kommt regelmäßig vor, dass diese Regelung missachtet wird. Und dann wird man auch noch angefeindet, wenn man Leute auf den Verstoß aufmerksam macht“, sagt die Anwohnerin. Sie glaubt auch, dass Besucher des nahegelegenen Restaurants am Wilhelmsplatz häufig den kurzen Weg wählen und in diesem „Zipfel“ der Ackerstraße parken. Wie eine Lösung aussehen könnte, vermag sie nicht wirklich zu sagen.

Fahrzeug ohne Kennzeichen

Der Gipfel zuletzt: In der Straße war Anfang November ein Fahrzeug ohne Nummernschilder abgestellt. Antwort aus dem Ordnungsamt: „Eine vorzeitige Beseitigung abgemeldeter Fahrzeuge ist nur bei einer konkreten Gefährdung zulässig. Ansonsten muss der letzte Halter über die Absicht der Verschrottung informiert werden, dazu muss vorab ein Aufkleber für vier Wochen am Fahrzeug angebracht sein.“ Eine Posse und Legitimation für einen vierwöchigen Stellplatz, meint die Anwohnerin.

Stadt kennt die Situation

Der Stadt sei die Situation bekannt, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. 39 Verwarnungen seien im vergangenen Vierteljahr verhängt worden. Zwei Mal sei auch ein Abschleppwagen gekommen, allerdings für einen zugestellten Behindertenparkplatz. Ein Rangieren hingegen, um in die Tiefgarage zu gelangen, sei von den Anliegern zu tolerieren.

Die Situation sei schwierig, so Herberg. Ein absolutes Halteverbot sei nicht zielführend, ein Anwohnerparken in dem Bereich auch nicht. Letztlich blieben momentan wohl nur die Kontrollen. Herberg sicherte aber zu, das Thema werde bei den regelmäßigen Verkehrsbesprechungen aufgenommen. Wenigstens das hatte die Anwohnerin gehofft.

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