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Harkortschule: Stadt hält an historischem Gebäude fest

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Von: Jörn Funke

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Die frühere Harkortschule im Hammer Süden.
Bleibt zunächst in städtischem Besitz: die frühere Harkortschule im Hammer Süden. © Andreas Rother

Die Stadt Hamm hat den Verkauf der früheren Harkortschule verschoben. Das Gebäude soll noch bis mindestens Ende 2021 für das Gesundheitsamt genutzt werden. Dort läuft die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten zusammen.

Hamm - In der früheren Harkortschule im Hammer Süden sind vor allem Mitarbeiter in der Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen tätig. So lange seien alle Vermarktungspläne „eingefroren“, so Stadtsprecher Tom Herberg. Sollte dies im kommenden Jahr nicht mehr nötig sein, werde die Stadt die Planungen wieder aufnehmen. Mit möglichen Interessenten stehe man hierzu im Austausch, so der Stadtsprecher. Deren Interesse an dem kaiserzeitlichen Gebäude sei weiter vorhanden.

Das Gebäude an der Lessingstraße 26 war 1913/14 nach Plänen von Stadtbaumeister Ernst Förster als Katholische Südschule II erbaut worden. Es diente als Unterkunft für die preußische Polizei und provisorische Kaserne der Wehrmacht. Später waren dort die Adolf-Reichwein-Schule (1970 bis 1990), eben die Harkortschule (1994-2014) und zuletzt der Westfälische Anzeiger (2015-2018) untergebracht.

Filmkulisse

An dem historischen Gebäude war zwischenzeitlich auch die Filmbranche interessiert. So genannte Locations Scouts hatten die Anlage 2018 in Augenschein genommen und in eine Kartei für künftige Drehorte aufgenommen. Angeblich sollte dort ein Mafia-Film gedreht werden. Filmcrews wurden dort aber bisher nicht gesichtet.

Als Nachnutzung waren in der Vergangenheit Büro- und Wohnprojekte genannt worden. Das historische Schulgebäude gilt als denkmalwert; ein entsprechendes Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.

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