"Que Pasa?": Nach elf Jahren ist Schluss mit Pause

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Die Stammmannschaft von „Que pasa?“ – unter anderem mit Sven Kirner (Zweiter von rechts) auf einem Bild von 2004 – wurde vor allem für die Konzerte zum Festival „Hamms beste Band“ um einen Bläsersatz erweitert

Hamm - "Que Pasa" sind wieder da. Die Hammer Musiker, die die Kapelle Petra einst zweimalig als "Hamms beste Band" beerbt hatten, galten eigentlich als aufgelöst. In diesem Jahr wollen sie es noch einmal wissen.

14 Jahre sind vergangen, seit „Que Pasa?“ zum ersten Mal Hamms beste Band wurde. Ein Jahr später, 2004, wiederholte die Band um Sänger und Bassist Sven Kirner vor 1500 Zuschauern in den Zentralhallen den Erfolg. Dann folgte das, was viele Gruppen erleben: Die Distanzen wurden aufgrund von Ausbildung und Studium größer, der musikalische Output kleiner. Im Dezember 2006 gab die Band ihr Abschiedskonzert. Jetzt melden sich „Que Pasa?“ zurück. Der Ruhestand ist beendet und von langer Hand plant die Band ein Benefizkonzert – natürlich im Dezember.

Zuvor in alle Himmelsrichtungen verstreut, trafen sich die Musiker vor drei Jahren in Münster wieder. In reiferem Alter und teils mit Familienhintergrund. Geblieben waren ihre Liebe zur Musik und die Songs aus alten Zeiten. Ihren Probenraum bezogen Sven Kirner (Gesang, Bass), Frederik Parton (Gitarre), Lorenz Ahlbrand (Gitarre) und Alexander Pfleiderer (Schlagzeug) zunächst als reines Feierabendprojekt. „Das war völlig unambitioniert“, sagt Sven Kirner. „Wir wollten einfach nur Spaß haben.“

Der Spaß führte sie auf Geburtstagsfeiern und Hochzeiten, wo „Que Pasa?“ für Freunde Mini-Konzerte spielten. Pop-Punk mit gebremstem Schaum. „Musikalisch ging es zu dieser Zeit nicht richtig nach vorne“, so Kirner. Mehr und mehr habe sich der Gedanke breit gemacht, noch einmal „etwas richtig Großes“ auf die Beine zu stellen. „Nicht spontan, sondern mit ausreichend langem Vorlauf, um alles bestens zu organisieren“, sagt der Frontmann.

Hammer Band Que Pasa? gibt Radio-Interview

Festgelegt hat sich die Band nun auf Samstag, 9. Dezember 2017. Spielort wird das Kulturrevier Radbod sein. Den Erlös des Abends wollen die Musiker für einen wohltätigen Zweck spenden. Auf den Empfänger haben sich „Que Pasa?“ noch nicht festgelegt. Inzwischen haben die Musiker fleißig geprobt. 25 Songs wollen sie im Dezember in einer etwa zweistündigen Show präsentieren. Dabei wird es sich laut Kirner um vorhandenes „Que-Pasa?“-Material und die eine oder andere Coverversion handeln. „Neue Songs zu schreiben, ist sehr zeitaufwändig, das würden wir kaum schaffen.“

HBB-Sieg 2003 HBB-Sieg 2004

Aber Kirner und seine Mitmusiker sind zuversichtlich, dass die Songs von einst immer noch zünden. „Wir bekommen nach wie vor viele Likes für das, was im Netz eingestellt ist“, sagt Kirner. „An diesem Abend wird es vielen auch um ein Wiedersehen und die Erinnerung an alte Zeiten gehen“, glaubt er. So könne das Konzert für alle Beteiligten zu der berühmten „Win-win-Situation“ werden.

Die Veröffentlichungen von „Que Pasa?“ waren seinerzeit überschaubar. Mit „Drunken Monkeys“ brachte die Band ein Album heraus. Darüber hinaus erschien eine EP und anlässlich der Fußball-WM 2006 seinerzeit die „11-Freunde“-EP inklusive Video, seinerzeit über das zum WA gehörige Stadtmagazin Hamm Live.

In der Vorband „Reisegruppe Hardrock“ spielen mit Michael Finkennest (Schlagzeug) und Andreas Johnen (Bass, Gesang) ebenfalls zwei ehemalige „Que Pasa?“-Mitglieder. Gemeinsam mit Frederik Parton und der Gruppe „Mission to Mars“ gewann Andreas Johnen sogar noch einmal den Titel „Hamms beste Band“ (2009). Möglicherweise soll im Vorfeld ein Crowdfunding stattfinden. Details will die Band noch bekanntgeben.

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