Rahmenplan zeigt Varianten für „kleine Lippesee-Lösung“

Hamm will ans Wasser - Leitbild fürs Kanalufer wird entwickelt

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„Hamm ans Wasser“ ist erklärtes Ziel. So könnte laut Rahmenplan eine Variante am Kanalufer aussehen

Hamm - Hamm will ans Wasser – aber wie? Mit dem Lippessee hätte die Stadt diesen Schritt vollziehen können. Die Mehrheit wollte ihn beim Bürgerentscheid 2006 aber nicht mitgehen. Mit der Entwicklung des Kanal- und Schleusenquartiers zeigt der Städtebauliche Rahmenplan Varianten für eine „kleine Lösung“ auf.

Wie das Leben am Wasser aussehen kann, soll nun ein Workshop mit Bürgerbeteiligung zeigen. Dass sich das Kanalufer verändern wird, steht außer Frage. Ob diese Veränderung zwangsläufig auch eine Bebauung bedeutet wie sie der Rahmenplan skizziert, ist offen.

Die Diskussion um den Lippesee können Sie HIER rückblickend nachverfolgen.

Im kommenden Jahr will die Stadt mit Hilfe einer so genannten Mehrfachbeauftragung ein Leitbild für das Kanalquartier zwischen Münsterstraße und Hammonense entwickeln. „Das Thema ist in der Vergangenheit sehr kontrovers diskutiert worden“, sagt der Leiter des Stadtplanungsamtes, Heinz-Martin Muhle. „Einerseits gibt es den starken Wunsch nach Wohnbebauung, auf der anderen Seite stehen die Verfechter für die Aufwertung des Grün- und Freizeitbereichs.“ Vier bis fünf Büros sollen nun verschiedene Leitbilder entwickeln, die das Spektrum zwischen diesen beiden Polen abdecken.

Bürger beteiligen

Laut Muhle werden Politik und Bürgerschaft intensiv an diesem Prozess beteiligt sein und sich unter anderem kritisch mit den Vorentwürfen auseinandersetzen. „Daraus werden vier bis fünf Vertiefungen für ein Leitbild entstehen. Am Ende entscheidet die Politik, in welche Richtung es geht“, so der Planungsamtsleiter. Ende 2016 rechnet er mit einem Ergebnis, so dass 2017 Fördermittel für die weiteren Schritte beantragt werden könnten.

Der Workshop sei transparent und bilde die Vielfalt der Möglichkeiten ab. Ob das Schleusenquartier, dem im Rahmenplan eine mittlere Priorität zugeschrieben ist, mit einbezogen wird, sei noch offen. Momentan bereite die Verwaltung das Verfahren vor. Die Finanzierung sei abgedeckt über einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 700 000 Euro, den die Stadt im August zum Anstoß verschiedener Projekte – unter anderem der Entwicklung des Kanalufers – erhalten habe, so Muhle.

Sprung ans Kanalufer

In jedem Fall Teil des Workshops sei „der Sprung aus der Innenstadt ans Kanalufer“. „Hier gilt es, eine bessere Führung zu schaffen. Der Raum ist da, aber die Wege sind nicht ausreichend markiert“, sagte der Amtsleiter. Diese Empfehlung hatten die Stadtplaner des Büros Pesch und Partner bei der Aufstellung des Rahmenplans klar formuliert. Nicht unerheblich für die künftige Planung sind die Eigentumsverhältnisse am Kanal.

Nicht alle Liegenschaften sind in städtischen Eigentum, sondern gehören unter anderem dem Bund. „Hier führen wir intensive Gespräche, um den Planungsraum genau zu definieren“, sagt Muhle. Auch der Kanalausbau, der im Bundesverkehrswegeplan hohe Priorität hat und nach Osten bis zur Schleuse Uentrop angemeldet ist, beeinflusst die Entwicklung des Kanalquartiers. „Vorstellbar ist, dass wir hier mit mehreren Bauabschnitten planen.“

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