Analytische Task Force (ATF) aus Dortmund gibt Entwarnung

ABC-Einsatz in Hamm: Pulver in Päckchen löste schweren Hustenreiz aus

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[Update 21.21 Uhr] Wegen eines ABC-Einsatzes samt einer Spezialeinheit aus Dortmund war der Vorsterhauser Weg im Hammer Westen am Samstagabend rund drei Stunden lang gesperrt.  Alle Infos gibt es hier.

  • ABC-Alarm wurde am Samstag (28. März) im Hammer Westen ausgelöst.
  • Eine Frau hatte ein Päckchen geöffnet und klagte danach über Hustenreiz.
  • Zur Unterstützung der Feuerwehr kam eine Spezialeinheit aus Dortmund.

Hamm - Am späten Samstagnachmittag hat sich ein zunächst vermeintlich routinemäßiger Einsatz des Rettungsdienstes in Hamm zu einem großen Einsatz für die Feuerwehr entwickelt, der mehr als drei Stunden lang andauerte.

Hinzugezogen wurden auch die Experten der Analytischen Task Force (ATF) aus Dortmund. Die gaben schließlich gegen 21 Uhr die erhoffte Entwarnung, so dass der Einsatz beendet werden konnte.

ABC-Alarm im Hammer Westen: Geldbörse bestellt

Ausgelöst worden war der Einsatz dadurch, dass eine Frau in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Vorsterhauser Weg ein Päckchen geöffnet hatte, in dem eine bestellte Geldbörse verschickt worden war.

Dieses Portemonnaie war wiederum in einem Plastikbeutel verpackt, in dem sich ein loses Pulver befand - zimtfarbig braun, wie es vor Ort hieß.

Der Empfänger des Päckchens atmete offenbar Bestandteile dieses Pulvers nach dem Öffnen ein und klagte unmittelbar danach über einen sehr ausgeprägten Hustenreiz bis hin zu Hustenkrämpfen.

ABC-Alarm im Hammer Westen: Experten rücken aus

Daraufhin wurde zunächst der Rettungsdienst alarmiert, der ausrückte und zeitnah gegen 17.40 Uhr die Feuerwehr über die Lage informierte. Durch die Einsatzkräfte wurde dann eine ABC-Erkundung durchgeführt.

Dabei fand auch eine telefonische Beratung durch die genannten Experten der ATF Dortmund statt, die sich schließlich mit einem mobilen Labor auf den Weg nach Hamm machte.

ABC-Alarm im Hammer Westen: Stoff wird analysiert

Die Experten für die Analyse unbekannter Stoffe entnahmen in der betroffenen Wohnung eine Probe der Substanz, die dann im mobilen Labor analysiert wurde.

Ergebnis: Es handelte sich dabei um ein Pflegeprodukt für Lederwaren - also um etwas, was sich "zurecht" im Plastikbeutel mit der neuen Geldbörse befand.

Die Feuerwehr Hamm hatte nach Rücksprache mit der ATF Dortmund darauf verzichtet, einen Dekontaminationsplatz einzurichten. Stattdessen wurden die Einsatzkräfte aus Dortmund noch im betroffenen Gebäude selbst einer sogenannten Trockendekontamination unterzogen.

Die betroffene Frau musste nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten mit Einsatzende in ihre Wohnungen zurückkehren.

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