Experten untersuchen Schaden vor Ort

Hammer Hafenstraße nach Unterspülung teils gesperrt

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[Update] Hamm-Westen - Die Hafenstraße ist nach einer Unterspülung in Höhe des Kreisverkehrs an der Feuerwache seit Montag teils gesperrt. Fachleute suchen nach der Ursache. Ein Kanaleinbruch ist es nicht.

Wie konnte es zu der fünf bis zehn Kubikmeter großen Ausspülung in Höhe des Kreisverkehrs an der Hafenstraße kommen, die seit Montagmittag nicht nur für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgt, sondern Experten von Stadt und Lippeverband Rätsel aufgibt? So viel steht wohl fest: Ein neuerer Kanal des Lippeverbandes ist nicht die Ursache. So hatte ein erster Erklärungsansatz ausgesehen, den die Stadt per Kurzmitteilung veröffentlichte. 

Städtische Mitarbeiter bemerkten Montag am späten Vormittag eine circa 20 mal 30 Zentimeter große Öffnung nahe der nördlichen Einmündung des Kreisverkehrs, etwa in Höhe des Hafenamtes. Darunter tat sich ein wesentlich größerer Hohlraum auf. Daraufhin wurde die Hafenstraße zunächst voll gesperrt. Seit dem Nachmittag können Hafenstraße und Kreisverkehr stadtauswärts wieder befahren werden, stadteinwärts aber nicht. 

Zunächst wurde ein erneuter Kanaleinbruch – wie zuletzt zwei Mal in kleinerem Umfang an der Schillerstraße – angenommen, doch diese Vermutung bestätigte sich nicht. Wie Ilias Abawi, Sprecher des Lippeverbandes, mitteilte, hätten Mitarbeiter der Stadtentwässerung den Kanal mit einer Kamera befahren und keinen Schaden festgestellt. 

„Der Mischwasserkanal von zwei Meter Durchmesser ist erst vor acht Jahren gebaut worden“, so Abawi. „Vor vier Jahren ist er noch einmal zum Ende der Gewährleistungsfrist des ausführenden Unternehmens mit einer Kamera untersucht worden. Dabei gab es keine Mängel.“ 

Montagnachmittag wurde an der Schadensstelle ein circa zwei mal zwei Meter großer Bereich ausgeschachtet. „Die Ursache für die Unterspülung ist noch nicht gefunden“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Möglicherweise werde noch großflächiger Richtung Fußgängerweg im Norden ausgebaggert. In welchen Hohlraum das Erdreich versinken konnte, ist momentan also noch ungeklärt. Ebenso wie die Frage, ob der Regen in den vergangenen Tagen das Abrutschen begünstigte. Am Dienstag werden Sachverständige erneut vor Ort sein, um die weiteren Maßnahmen abzustimmen. 

Von Autofahrern ist Geduld und Zeit gefragt. Sie werden gebeten, den Bereich falls möglich weit zu umfahren. Von der Hafenstraße aus Richtung Westen kommend, kann der Kreisverkehr nur weiter zur Dortmunder Straße befahren werden. Umgekehrt geht es von der Dortmunder Straße nur stadtauswärts in die Hafenstraße. Wer aus Richtung Innenstadt über die Hafenstraße kommt, wird in Höhe Hafenamt auf die Gegenfahrbahn und von dort in den Kreisverkehr geführt. 

Umleitungen verlaufen in Richtung Westen ansonsten über die Wilhelmstraße und die Otto-Brenner-Straße, in Richtung Osten über die Münsterstraße und den Bockumer Weg.

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