Keine neuen Ideen

Grüne bewerten Groko-Pläne zur Stärkung der Fußgängerzone als „alten Hut“

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Über die Rödinghauserstraße sind das Allee-Center und die Ritterpassage mit der Weststraße verbunden.

Hamm - Aus Sicht der Hammer Grünen bedarf es keines neuen Konzeptes für die Verbindung zwischen Allee-Center und Weststraße.

Als einen „alten Hut“ bezeichnet der Grünen-Politiker Siegbert Künzel, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, deshalb den Vorstoß der großen Koalition zur Umgestaltung der Rödinghauser- und Ritterstraße. Mit dem „Rahmenplan Innenstadt 2030“ liege schon seit drei Jahren ein Grobkonzept für die Entwicklung des Bereichs in mehreren Varianten vor. „Viele und vor allem neue Ideen wird auch ein neues Konzept nicht bringen“, kritisiert Künzel. Er hofft, dass jetzt nicht wieder die alte Klamotte mit der Überdachung der Fußgängerzone aus der Tasche gezogen werde.

Einzelhandelsstandort hinterfragen?

Die spannende Frage ist für Künzel nicht die Schaffung einer „neuen“ Verbindung von A nach B, um den Status Quo der Weststraße – vielleicht – aufrecht erhalten zu können. Sondern vielmehr die Frage, ob dieser Teil der Fußgängerzone, der nur noch eine Einzelhandels-B-Lage sei, ihre Funktion als Einzelhandelsstandort mit den neuen Konkurrenzangeboten noch erfüllen kann oder soll. Er glaubt nicht, dass durch neue Wegverbindungen der Zustand verbessert werden könne. Künzel: „Das hat mit dem Allee-Center nicht funktioniert. Das hat durch den Bau der Ritterpassage nicht funktioniert. Und auch die Neugestaltung der Fußgängerzone durch den Belag „Rhythmus“ hat das Abgleiten zur B-Lage nicht verhindern können.

Pro Hamm sieht "B-tween"-Pläne kritisch

Die Wählergruppe Pro Hamm sieht derweil die geplante Entwicklung der Ritterpassage als einen unbefriedigenden Impuls, der kaum oder gar nicht zu einer Steigerung der Attraktivität der Weststraße oder einer erhöhten Besucherfrequenz in der Fußgängerzone führen werde. Dort plant die Fokus Development als Entwickler und Investor mit dem „B-tween“ einen neuen Komplex.

Bei Pro Hamm stoßen die Konzepte auf Unverständnis. „Wenn die Große Koalition glaubt, dass mit einer Änderung des Namens von der Ritterpassage zu "B-tween" die Weststraße reaktiviert werden kann, ist sie auf dem Holzweg“, sagt Gruppensprecher Dr. Cevdet Gürle. Er bringt die alte Forderung nach einer oberirdischen Anbindung zwischen dem Allee-Center und der Ritterpassage wieder ins Spiel.

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