Neue Liegeplätze vor der Schleuse

Kanal bleibt auch 2017 eine große Baustelle

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Bauarbeiten auf dem Kanal.

Hamm - In diesem Sommer werden es drei Jahre, und der Ausbau des Datteln-Hamm-Kanals in dem Abschnitt zwischen der Hafenverwaltung und der östlich gelegenen Eisenbahnbrücke wird noch das gesamte Jahr 2017 in Anspruch nehmen.

Der von vielen Fußgängern und Radfahrern schmerzlich vermisste Weg auf der nördlichen Kanalkante wird aber voraussichtlich im Sommer wieder freigegeben werden. „Wir sind bestrebt, das so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen“, sagte gestern Karl Funke vom Wasserstraßen-Neubauamt auf WA-Anfrage. „Wir wissen, wie wichtig den Hammer Bürgern diese Verbindung in Richtung Westen ist.“ 

Seit Beginn der Baumaßnahmen Mitte des Jahres 2014 ist viel passiert. Auf der Südseite wurde ein neues Spundwandufer gebaut. Das war erforderlich, weil die alte Mauer, die noch aus der Bauzeit des Kanals vor über 100 Jahren stammte, habe dringend ersetzt werden müssen. Nach der Fertigstellung der Spundwandverankerung werde die alte Kanalmauer komplett abgebrochen. Neue Liegeplätze vor der Schleuse Anschließend werde die Kanalsohle auf eine Wassertiefe von vier Metern ausgebaggert. Entlang der neuen Spundwand werden Liegemöglichkeiten geschaffen, die sowohl Binnenschiffe als auch Freizeitschiffer nutzen können. Auch Wartepositionen für die Weiterfahrt zur Schleuse Hamm werden neu angelegt, so Funke. 

Schöngemacht wird anschließend die südliche Wasserkante. Der beleuchtete Uferweg werde auf dem Südufer gepflastert und in Höhe des Fitnessclubs Aktivita sowie an der Kontakt- und Beratungsstelle des Arbeiter-Samariter-Bundes an die Hafenstraße angebunden. Auf dem Nordufer wurde das bestehende Wendebecken bereits vertieft und die Rückverankerung der Uferwand verstärkt. Die Sohle des Wendebeckens ist mit Wasserbausteinen befestigt worden. Durch die Vergrößerung des Beckens können hier künftig auch größere Binnenschiffe mit einer Länge von etwa 110 Metern und einer Breite von etwa 11,40 Metern wenden. Bisher sei das nur für Binnenschiffe älteren Bautyps mit einer Länge bis zu 90 Metern und einer Breite bist zu etwa 8,50 Metern möglich gewesen, sagte Funke. „Für die Zukunft des Hammer Hafens ist es wichtig, dass auch größere Binnenschiffe vor Ort wenden können.“ 

Derzeit werde das nördliche Kanalufer mit Wasserbausteinen ausgebaut. Zurzeit können Passanten die dafür erforderlichen Nassbaggerarbeiten verfolgen. Ein auf einem Ponton stehender Bagger gräbt die Kanalsohle und die Böschung profilgerecht ab und verlädt das Baggergut auf jeweils daneben angelegte Binnenschiffe. „Das Aushubmaterial lassen wir zum Rhein transportieren. Dort wird es in ehemalige Kiesgruben eingebaut“, sagte der Diplom-Ingenieur. Auf der abgebaggerten Kanalböschung werde dann ein Vlies (Geotextil) verlegt, das als Abschluss des Deckwerks aus Wasserbausteinen aufgebracht werde. Das dafür erforderliche Gerät, ein sogenannter Steinleger, sei auch zurzeit auf dem Kanal zu beobachten. 

„Nach derzeitigem Stand rechnen wir damit, dass bis Anfang des kommenden Jahres sämtliche Bauarbeiten abgeschlossen sein werden“, so Funke. Für die gesamte Maßnahme sind acht Millionen Euro eingeplant worden.

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