Perfekter Ablauf in Hamm am Donnerstag 

Bombe an der Ostenallee schneller entschärft als gedacht

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Feuerwerker Karl-Heinz Clemens und sein Team mit der (tatsächlich noch immer intakten) Bombe.

[Update 17.30 Uhr] Hamm - In Hamm ist am Donnerstagnachmittag erneut eine Fliegerbombe entschärft worden - und zwar im Bereich Ostenallee. Trotz eines großen logistischen Aufwands lief diesmal alles ruhig und rund.

Nach dem Bekanntwerden der neuerlichen Entschärfungsaktion für einen 250 Kilo schweren Weltkriegs-Blindgänger am Donnerstagmorgen wurden ab 13 Uhr im westlichen Bereich der Ostenallee etwa 20 Straßensperren errichtet. Ab 14 Uhr wurden rund 1300 Anwohner evakuiert; unklar blieb, wie viele Personen zusätzlich betroffen waren, da in dem Bereich unter anderem auch Praxen liegen. Nicht einmal drei weitere Stunden später - und damit noch schneller als erhofft - war die Bombe entschärft.

Hier unser Bomben-Ticker zum Nachlesen:

17 Uhr: Wir bilanzieren erleichtert: Im Gegensatz zum vergangenen Montag ist das Chaos heute ausgeblieben. Im Gegenteil: Die ganze Aktion strahlte eine große Ruhe aus und wurde schneller beendet als erwartet. Alle waren offenbar gut informiert, gut aufgestellt und haben "am Rande" der normalerweise viel befahrenen Ostenallee gute Arbeit geleistet. Kompliment und Dank an alle Beteiligten!

Nun warten wir noch auf das wichtigste Bildmotiv des Tages...

Bombenfund an der Ostenallee: Evakuierung und Entschärfung

16.50 Uhr: Der Feuerwerker hat seine Arbeit nach nur 20 Minuten erledigt: Die Bombe ist entschärft!!

In wenigen Minuten werden die 20 Sperren entlang der Ostenallee wieder entfernt; alle betroffenen Personen dürfen dann wieder in ihre Wohnungen und an ihre Arbeitsplätze zurück.

16.30 Uhr: Der Weg ist frei für die Entschärfung! Karl-Heinz Clemens geht in diesen Minuten an der Ostenallee an die Arbeit. Auch wir wünschen viel Erfolg!

Feuerwehrfahrzeuge am Hammonense.

16.20 Uhr: Die Evakuierung ist komplett abgeschlossen; alles ist im deutlich grünen Bereich. Die Polizei wird nun noch einmal Streife fahren, um auf Nummer sicher zu gehen, dass sich niemand mehr unerlaubt im Gefahrenradius befindet. Danach - wahrscheinlich zwischen 16.30 und 16.40 Uhr - ist die Bahn frei für den Beginn der Entschärfung.

15.35 Uhr: Das ganze Procedere ist nach wie vor im geplanten Zeitrahmen. Nach WA-Informationen sind rund 100 Kräfte von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr, THW und Rotes Kreuz heute Nachmittag im Einsatz. Feuerwerker Karl-Heinz Clemens ist bereits (wieder) vor Ort; er hatte am Morgen die Notwendigkeit der Entschärfung festgestellt, musste danach aber erst noch nach Hagen für eine Dienstbesprechung.

Einsatzfahrzeuge am Hammonense.

14.55 Uhr: Verwunderung am Hammonense: Immer wieder suchen Autofahrer den Weg an den Sperren vorbei auf den Parkplatz hinter der Sporthalle. Dabei ist dieser ebenso wie der Schulhof aktuell den Rettungsfahrzeugen vorbehalten und deshalb für alle anderen gesperrt. "Manche schieben einfach die Hütchen zur Seite...", berichtet unser Reporter vor Ort. Etwa ein Dutzend Personen haben sich inzwischen in der dortigen Notfallunterkunft eingefunden.

14.25 Uhr: In der Sammelstelle (Aula des Hammonense) ist es noch sehr ruhig. Gerade ein halbes Dutzend Betroffene haben dort bislang Zuflucht gesucht. Damit ist deren Zahl deutlich kleiner als die der anwesenden Sanitäter und Rotkreuzler. Bislang läuft alles plangemäß.

Leere in der Hammonense-Aula.

14.10 Uhr: Auf der Ostenallee liegen relativ viele Arztpraxen. Deren Mitarbeiter hatten jede Menge damit zu tun, ihren Patienten abzusagen oder Termine zu verlegen. Zudem gibt es nach WA-Informationen ungewöhnlich viele Anfragen für Krankentransporte, da im betroffenen Bereich viele ältere und kranke Menschen wohnen.

Im gekennzeichneten Bereich wird am Donnerstag evakuiert. Bitte rechts oben ins Bild klicken, um die ganze Karte zu sehen! Die dazu passenden Adressenlisten finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

14 Uhr: Der Evakuierungsbereich rund um die Bombe ist jetzt abgesperrt. In diesen Minuten beginnen die Einsatzkräfte mit ihrem Zug von Haus zu Haus, um sicherzustellen, dass niemand mehr in der Gefahrenzone ist. Sollte es dabei zu Sprachproblemen kommen, helfen Mitarbeiter in der Leitzentrale mit Türkisch-, Russisch- und Bulgarisch-Kenntnissen via Funkgerät weiter. Die Einsatzleitung hofft, gegen 17 Uhr mit der Entschärfung beginnen zu können. In diesem Fall wäre der Bereich wahrscheinlich gegen 17.30 Uhr wieder frei befahrbar. Aber das sind bislang nur Planspiele; eine Gewähr dafür gibt es nicht.

13.15 Uhr: Nach Angaben des WA-Reporters vor Ort liegt direkt hinter dem Bombenfundort eine Mehrgenerationenhaus ("Wohnen 60 plus") mit etwa zwei dutzend Bewohnern. Einige von ihnen wussten nach eigenen Angaben gerade noch gar nichts von ihrem "Glück". Nach Angaben eines Stadtsprechers war allerdings schon am Donnerstagmorgen mit dem Betreiber der Anlage gesprochen worden.

13 Uhr: Ab sofort wird der angegebene Bereich von den Einsatzkräften nach und nach abgesperrt. Alle Verkehrsteilnehmer sollten ihn möglichst weiträumig umfahren. Gegen 14 Uhr soll mit der Evakuierung der Haushalte begonnen werden. Dann wird auch die Sammelstelle in der Aula des Hammonense zur Verfügung stehen.

Hier wurde die Weltkriegsbombe gefunden.

12.40 Uhr: Die Einsatzkräfte werden auch heute von Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren und vom THW unterstützt. Letztere sollen laut Stadtsprecher Huster unter anderem den Schacht am Bombenfundort ausleuchten.

12.30 Uhr: Bei der Stadt Hamm hofft man darauf, dass der ganze Spuk am späten Nachmittag beendet sein wird. Wenn alles planmäßig läuft, könne die Entschärfung gegen 17 Uhr beginnen, so Stadtsprecher Lukas Huster. Etwa 20 Sperrstellen würden ab 13 Uhr eingerichtet - rund 20 weniger als beim letzten Mal. Die Entschärfung selbst wird erneut von Karl-Heinz Clemens durchgeführt; er war zuletzt am Montag in der Lippeaue im Einsatz.

Erprobter Entschärfer: Auch am Donnerstag wird Karl-Heinz Clemens (vorn links) in Hamm im Einsatz sein.

12.15 Uhr: Die Stadt reagiert auf die Sprachprobleme vom vergangenen Montag: In der Leitzentrale sitzen Mitarbeiter, die türkisch, russisch und bulgarisch sprechen können. Sie können bei der Evakuierung im Zweifelsfall per Funkgerät Informationen in der jeweiligen Landessprache geben.

11.30 Uhr: Der aktuelle Bombenfund setzt eine lange Reihe vergleichbarer Einsätze in Hamm in der jüngeren Zeit fort. Klicken Sie hier, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen.

500 kg Bombenentschärfung in der Lippeaue an der Mattenbecke

11.20 Uhr: Aufgrund des Bombenfundes wird es ab etwa 13 Uhr zu Verzögerungen im Busverkehr kommen. Die Haltestelle „Kentroper Weg“ kann im Zeitraum der Sperrung (Ende offen) nicht angefahren werden, die Haltestelle „Maximare“ wird vor den Kreuzungsbereich verlegt. Die betroffenen Buslinien werden über die Josef-Schlichter-Allee sowie über die Marker Allee umgeleitet.

11.15 Uhr: Nach Angaben unseres Reporters liegt der Bombenfundort an der Ostenallee neben der Rechtsanwaltskammer beziehungsweise hinter dem dortigen Ärztehaus. Mitarbeiter eines privaten Kampfmittelräumdienstes warten dort zur Stunde auf die Profis aus Arnsberg. Weitere Infos können oder dürfen sie nicht mitteilen. In direkter Nachbarschaft befindet sich auch ein Altenheim.

(1) Diese Adressen stehen auf der Evakuierungsliste. Rechts oben ins Bild klicken für komplette Darstellung!

10.55 Uhr: Die Bevölkerung wurde inzwischen auch über die Notfall-App "Nina" über die Nachricht informiert. Für Informationen wird dort auf die Seite der Feuerwehr Hamm verlinkt. Hier auf WA.de werden wir Sie natürlich bis zum Ende der Aktion wie gewohnt schnell und umfassend informieren.

10.27 Uhr: Im Evakuierungsradius befindet sich der nördliche Teil der Friedensschule. Die Schule wird den Unterricht um 13.30 Uhr einstellen. Ab sofort können Eltern ihre Kinder an der Schule abholen. Da der südliche Teil der Schule nicht betroffen ist, wird es dort aber auch ein Betreuungsangebot für die Schüler geben. An der städtischen Musikschule findet heute kein Unterricht statt, da sie auch im Evakuierungsradius liegt. Die Schüler werden von der Musikschule informiert. Die Reha Bad Hamm und das Maximare liegen nicht im Evakuierungsradius.

(2) Diese Adressen stehen auf der Evakuierungsliste. Rechts oben ins Bild klicken für komplette Darstellung!

10.20 Uhr: Wie es von der Stadt heißt, handelt es sich um eine 250-Kilo-Bombe, die n einem Blindgänger-Verdachtspunkt entdeckt wurde. Die Entschärfung der Bombe werde derzeit von Mitarbeitern der Feuerwehr und des Kampfmittelräumdienstes vorbereitet. Im Zuge des Evakuierung sei um die Mittagszeit mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Der Bereich sollte großräumig umfahren werden.

Die betroffene Bevölkerung (rund 1300 Anwohner) wird durch Einsatzkräfte vor Ort angesprochen. Anwohner sollten für einfache Nachfragen zur Bombenentschärfung nicht den Notruf der Feuerwehr oder Polizei benutzen. Unter 02381/17-7777 wird eine Info-Hotline zur Bombenräumung für alle Bürger eingerichtet.

Notwendige Krankentransporte aus dem Evakuierungsbereich können unter 02381/903-333 angefordert werden.

10.10 Uhr: Wie es am Donnerstagmorgen hieß, wurde die Bombe in Höhe des Rechtsanwaltskammer gefunden. Es sei "mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen", hieß es. Der Bereich soll großräumig umfahren werden.

Die betroffene Bevölkerung soll durch Einsatzkräfte vor Ort angesprochen werden. Infos über betroffene Gebäude sind zeitnah zu erwarten. Nach WA-Informationen ist die Friedensschule darunter.

Eine Unterkunft stehe am der Aula des Gymnasiums Hammonense ab 14 Uhr zur Verfügung, so die Feuerwehr.

Notwendige Krankentransporte aus dem Evakuierungsbereich können unter 02381/903-333 angefordert werden.

Der Notruf der Feuerwehr oder Polizei soll nicht benutzt werden. Weitere Informationen lesen Sie hier zeitnah!

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