Fleischstücke mit Reißzwecken: Immer neue gemeine Hundeköder

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Dieser gefährlich gespickte Fleischklops wurde am Sonntag im Hammer Süden gefunden.

Hamm - Die Polizei warnt Hundehalter vor mit Reißzwecken gespickten Ködern. Entsprechend präparierte Fleischstücke sind in den vergangenen Tagen an drei Stellen in Hamm-Mitte aufgetaucht.

Gemeines Fundstück am Dr.-Ludwig-Hartmann-Weg.

Einen solchen mit Reißzwecken durchsetzten Fleischköder fand eine Hundebesitzerin zuletzt am Sonntag auf einem Fußweg zwischen der Eschenallee und der Straße „Am Pilsholz“, als sie gegen 10 Uhr mit ihrem Hund spazieren ging. Wenige Tage zuvor hatten Hundebesitzer in einer Grünanlage am Dr.-Ludwig-Hartmann-Weg (zwischen Kentroper Weg und Ostenallee) Wurststücke mit Reißzwecken gefunden. Ebenfalls tauchten solche Köder auch im OLG-Park im Bereich der Hundewiese auf.

In Werries war es dagegen unlängst ein Giftköder: Am 14. Februar stöberte ein Hund an der Straße „Am Wellenbad“, nahe des Datteln-Hamm-Kanals ein präpariertes Fleischstück auf, die Haltern konnte nicht mehr rechtzeitig eingreifen. Das Tier überlebte nach ihren Angaben nach der Behandlung durch einen Tierarzt, leidet aber nach wie vor an den Folgeerscheinungen.

Die Werrieser Hundehalterin hat nach eigenen Angaben Strafanzeige bei der Polizei erstattet – und ist damit nach Behördenangaben die einzige. Derzeit liege nur eine Anzeige vor, sagte ein Polizeisprecher.

Auslegen ist Straftat

Das Auslegen von Hundeködern sei ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und werde als Straftat verfolgt, heißt es. Hundehalter sollten sich deshalb sofort telefonisch an die Polizei wenden. Die Fundorte seien Tatorte und würden deshalb von der Polizei in Augenschein genommen, so der Sprecher weiter.

Die Aussichten, einem Täter auf die Spur zu kommen, erschienen zwar nicht groß, es sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass sich vor Ort wertvolle Hinweise ergeben. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 02381/916-0.

 

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