„Hammer-Summer“-Bombendrohung weiter ungeklärt

Der „Hammer Summer“ 2016 war wegen einer Bombendrohung und Unwetterschäden abgesagt worden.
+
Der „Hammer Summer“ 2016 war wegen einer Bombendrohung und Unwetterschäden abgesagt worden.

Hamm - Bei einem Musikfestival im fränkischen Ansbach ist es am vergangenen Sonntagabend tatsächlich passiert: Ein 27-Jähriger, dem zunächst der Einlass auf das Festival-Gelände versagt worden war, sprengte sich vor dem Eingang in die Luft und verletzte zwölf unschuldige Personen zum Teil schwer.

Bereits am 3. Juni hatte nach einer Bombendrohung das überregional bekannte Festival „Hammer Summer“ in der Innenstadt mit üblicherweise mehr als 12.000 Besucher abgesagt werden müssen. Die mutmaßlichen Täter, zwei Jugendliche wurden bis heute nicht ermittelt. „Wir haben die Akte an die Staatsanwaltschaft Dortmund abgegeben“, hieß es am Mittwoch von der Hammer Polizeibehörde. „Bislang ist kein Täter ermittelt worden. Der Fall ist aber noch nicht zu den Akten gelegt“, sagte Staatsanwältin Sonja Frodermann. Zurzeit gebe es einen Rückstau bei der Fallbearbeitung, sodass die Akte aus Hamm noch nicht eingetragen worden sei.

"Fall ist noch nicht zu den Akten gelegt"

In etwa zwei bis drei Wochen sei aber damit zu rechnen, dass die Akte geschlossen werde. Wochenlang hatte die Polizei vergeblich nach zwei Jugendlichen gesucht, die am Nachmittag des 3. Juni zwei Kindern auf dem Marktplatz gesagt haben sollen, sie hätten eine Bombe gebastelt, die sie später auch „schmeißen“ würden. Die Kinder hatten die Jugendlichen zuvor zwischen Bühne und Sparkassengebäude mit einer Flasche und Zündhölzern hantieren sehen. Nach der Aufforderung an die Kinder, den Festival-Platz besser zu verlassen, sollen die Jugendlichen das Festival-Gelände in Richtung Gutenbergstraße und Cineplexx-Kino verlassen haben. Auch eine vage Personenbeschreibung hatte nicht zu den Tatverdächtigen geführt: die Kinder hatten, als sie Mitarbeiter des Ordnungsdienstes vor Ort von der Bombendrohung berichteten, geäußert, dass sie sich an eine schwarze Jacke, eine graue Kapuze, ein gelbes T-Shirt und blonde Haare erinnern könnten. Wem welches Kleidungsstück zuzuordnen ist, konnten die Kinder nicht mehr sagen.

Kosten von 90.000 Euro durch die Absage entstanden

Durch die Absage des „Hammer Summer“ sind der Stadt Hamm Kosten in Höhe von 90.000 Euro entstanden, sagte Uwe Sauerland, Organisator aus dem Büro des Oberbürgermeisters. Der Ausfall sei aber gedeckt durch Einnahmen von Sponsorengeldern. Hauptsponsor sind die Stadtwerke Hamm, die nach eigener Auskunft den „Hammer Summer“ 2016 mit einem Betrag von 75.000 Euro ermöglicht hatten.

Lesen Sie auch:

Bombendrohung beim Hammer Summer? Kinder melden sich bei der Polizei

"Hammer-Summer"-Absage: Polizei ermittelt noch

"Hammer Summer" abgesagt: So kam es dazu - Jugendliche gesucht

"Hammer Summer 2016": Absage wegen Bombendrohung und Unwetterschäden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare