Das passiert auf Hamms Mega-Baustelle

Erlebensraum Lippeaue: Es wird eine "Eintrittspforte" geben - Neue Infos

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Silke Bielefeld von der Stadt Hamm und Dirk Klingenberg vom Lippeverband erklären den Planungsstand auf der Baustelle.

Hamm – Bis zu 750-000 Kubikmeter Boden, der bewegt werden muss, 35 Millionen Euro Budget, über zwei Jahre Vorbereitung: Der „Erlebensraum Lippeaue“ ist die größte Baustelle in Hamm seit über 100 Jahren. Jetzt haben die Stadt und der Lippeverband weitere Pläne vorgestellt, wie sich das Erscheinungsbild in den kommenden Monaten verändern soll.

Neu ist eine „Eintrittspforte“. Für die wird unmittelbar an der Brücke an der Münsterstraße auf der Seite des Flugplatzes eine Treppenanlage entstehen. Dort sollen sich künftig Besucher sammeln, zudem gebe es die Möglichkeit für kleinere Open-Air-Veranstaltungen wie Theatervorführungen oder Konzerte heißt es.

Gerechnet wird damit, dass der „Erlebensraum“ Besucher aus ganz Hamm und der Umgebung anzieht. Wie aber sollen die zur grünen Oase gelangen? Neue Parkplätze gibt es jedenfalls nicht. „An den Wochenenden können die Besucher ihre Autos am Hamtec abstellen“, erklärt Silke Bielefeld, Projektleiterin bei der Stadt.

Besucher sollen mit Bus und Rad kommen

Dann müsste allerdings die vierspurige Münsterstraße überquert werden – ohne Fußgängerampel in unmittelbarer Nähe. Die Planer bauen auch deshalb darauf, dass Ausflügler mit dem Bus oder dem Fahrrad kommen. Durch die Umstrukturierung des ÖPNV-Netzes werde die Haltestelle „Flugplatz“ ohnehin öfter angefahren. Eine Fahrradstation sei unmittelbar an der „Eintrittspforte“ vorgesehen.

Der sich östlich anschließende Auenpark soll neben Grillplätzen und einem Rundweg auch klassische Trimm-dich-Elemente beherbergen, durch die auch Sportler auf ihre Kosten kommen.

Neuer Stichweg von der Fährstraße

Interessant für Spaziergänger: Ganz im nordöstlichen Bereich soll auf dem zurückverlegten Deich ein Hochwasser-Fluchthügel für Weide- und Wildtiere erhalten bleiben. Ein Stichweg zu diesem Aussichtspunkt für Wanderer und Vogelkundler soll am Bootshausparkplatz an der Fährstraße beginnen.

So funktioniert Hamms Super-Baustelle

Aktuell stehen wegen der Ferienzeit viele der Bagger still. An der Grenze zum Flugplatzgelände laufen die Arbeiten aber weiter. Dort wird eine neue Fernwärmetrasse unter die Erde gebracht, über die künftig Teile von Heessen mit warmem Wasser versorgt werden sollen. Der Umschluss auf die neue Leitung erfolge im August, sagt Dirk Klingenberg vom Lippeverband. Einschränkungen seien wegen der geringen Auslastung im Sommer nicht zu befürchten.

Bilder vom Lippeauen-Sandkasten an der Münsterstraße

Der neue Kläranlagenauslauf auf der westlichen Seite der Münsterstraße ist in diesem Monat fertiggestellt worden. Auch die anderen Arbeiten auf der westlichen Seite des „Erlebensraums“ zwischen Bahndamm und Münsterstraße sind abgeschlossen. Dort sind eine neue Insel und ein kleiner Nebenarm entstanden. Wasser staut sich in Becken, erste Pflanzen sprießen. Und: Beobachter haben bereits den hier seltenen Flussregenpfeifer gesichtet. „Trotz des Baustellenlärms nehmen die ersten Tiere den Bereich gut an“, sagt Klingenberg.

Sprechstunde vor Ort

Alle zwei Wochen bieten der Lippeverband und die Stadt Hamm Frage-und-Antwort-Stunden zu den Bauarbeiten im „Erlebensraum“ an. Der nächste Ortstermin findet am Montag, 29. Juli, von 16 bis 18 Uhr statt. Treffpunkt ist der Baucontainer hinter der Kläranlage Mattenbecke (Zufahrt über die Münsterstraße). Eine  Anmeldung ist nicht erforderlich.

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