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Ende der "Schmuddelecken": In der City-Galerie wird aufgeräumt

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Von: Frank Osiewacz

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Hamm - Der größte Teil der City-Galerie am Westentor und Westring soll ein neues Gesicht erhalten. Statt der vorhandenen Kleinteiligkeit im Passagenbereich wird ein 1000 Quadratmeter großes Ladenlokal entstehen. „Schmuddelecken“ sollen verschwinden.

Der Umbau der City-Galerie am Westentor und Westring nimmt konkrete Formen an. Im zweiten Quartal 2018 will der Eigentümer des Löwenanteils der Galerie die Veränderungen abgeschlossen haben. Dann wird die kleinteilige Passage im Erdgeschoss verschwunden und einer einzigen Ladenfläche in einer Größe von rund 1000 Quadratmetern gewichen sein. Das sagte Markus Gerold, Geschäftsführer der Gerold Unternehmensgruppe, im Gespräch mit dem WA.

Aktuell deuten sich bereits Veränderungen an: Der Rückbau der Rolltreppe zum Westentor läuft, erste Mieter wie der Textiler „Fiks Hertland“ sind

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Offensichtlich wird der Umbau der City-Galerie zurzeit vor allem am Rückbau der Rolltreppe zum Westentor. Im Erdgeschoss soll ein Ladenlokal mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. © Rother

ausgezogen, weitere wie „Präsente & Ballone“ folgen. Auch ein Imbissbetrieb wird nach den neuen Plänen weichen müssen. Die Durchgänge im vorderen Bereich, die vom Westentor in Richtung Allee-Center führen, werden bald Geschichte sein. Als Konstanten bleiben laut Gerold Woolworth, Tedi und Kik in dem Gebäudekomplex. Gerold macht keinen Hehl daraus, dass er in der City-Galerie, in der es noch zwei weitere Eigentümer mit kleineren Anteilen gibt, aufräumen will. „Die Zustände hier sind unhaltbar“, sagt er. Mit dem Kauf im März dieses Jahres habe er einen Sicherheitsdienst eingesetzt. Bedingt auch durch die Gebäudestruktur habe das Objekt „die falschen Leute“ angezogen. „Die Schmuddelecken werden verschwinden“, kündigt Gerold an. Das betreffe auch den hinteren Gebäudeteil mit der Anlieferung.

Sicher und repräsentativ: Neues Gesicht für City-Galerie

„Sauberkeit, Ordnung und eine vernünftige Mieterstruktur“ soll die City-Galerie der Zukunft laut Gerold auszeichnen. Die bisherige Kleinteiligkeit passt an diesem Ort nicht mehr ins Konzept. Nach wie vor sieht Gerold in dem zentralen Objekt, das einst aus dem City-Center erwachsen ist, gutes Entwicklungspotenzial.

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© Rother

1000 Quadratmeter gilt als gesuchte Größe

Weil hier bereits ein Ärztehaus ansässig ist, will er zum Westentor hin in einem ehemaligen, jetzt leer stehenden Café-Betrieb gerne eine Apotheke ansiedeln. Verhandlungen über die Nutzung des künftigen 1000-Quadratmeter-Ladenlokals liefen, sagt Gerold. Namen nannte er noch nicht. Eine Fläche von 1000 Quadratmetern gilt aktuell als gesuchte und vermarktbare Größe für innerstädtische Gewerbeflächen. Auch von außen soll das neue Zeitalter der City-Galerie erkennbar sein: Laut Gerold wird es eine neue Beschriftung geben.

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Zum Hintergrund: Die Markus Gerold Unternehmensgruppe mit Sitz in Unna hat im Frühjahr 11.682 Quadratmeter in der City-Galerie vom bisherigen Eigentümer aus Rodgau/Hessen erworben. Das Call-Center Webhelp ist großflächiger Mieter in den oberen Geschossen, die bis zum Zeitpunkt des Kaufs zum Teil nie fertig ausgebaut waren.

Kein Thema ist laut Gerold derzeit die Übernahme der anderen Eigentumsanteile, die sich im westlichen Trakt befinden. Die Aufwertung der City-Galerie ist ein bedeutender Baustein für die Innenstadt der Zukunft. Mitte 2020 wird direkt vor der Haustür das Westentor umgebaut. Aktuell verhandelt die Stadt mit einem potenziellen Investor für die Ritterpassage und das angrenzende Gelände. Zudem soll ein drittes Hotel angesiedelt werden.

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