Denkmalschutz für die ehemalige Harkortschule

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Bis Ostern war der Westfälische Anzeiger der Schule untergebracht, derzeit steht sie leer.

Hamm - Die im Hammer Süden an der Lessingstraße gelegene Harkortschule soll unter Denkmalschutz gestellt und zu einem Gebäude für altengerechtes Wohnen oder für eine Büronutzung umgebaut werden. Das bestätigte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf WA-Anfrage.

Die im Jahr 1914 erbauten Räumlichkeiten waren zuletzt vom Westfälischen Anzeiger genutzt worden. Während zwischen Gutenberg-, Widum- und Königstraße das neue Medienhaus erbaut wurde, waren dort für zweieinviertel Jahre unter anderem die WA-Redaktionen und die Anzeigenabteilung untergebracht. Seit Ostern 2018 der Umzug in das neue Verlagsgebäude erfolgte, steht das historische Schulgebäude wieder leer. 

Die ursprüngliche, vor einigen Jahren von der Verwaltung favorisierte Variante, in dem Baukörper auf lange Sicht das Lehrerseminar unterzubringen, werde nicht mehr verfolgt, sagte Behördensprecher Lukas Huster. Man befinde sich stattdessen in Verhandlungen mit mehreren potenziellen Investoren, die an der Lessingstraße ein altengerechtes Wohnprojekt realisieren wollten. Ziel sei es, noch in diesem Jahr zu einem Abschluss zu kommen. Möglicherweise könne auch schon im Herbst ein Durchbruch in den Verhandlungen erzielt werden.

Denkmalschutz 

Im Stadtentwicklungsausschuss wurde am Dienstag von der Verwaltung zudem eine Büronutzung als weitere Alternative benannt. Das Gebäude, das bis 1994 als Adolf-Reichwein-Schule (Hauptschule) und mit der Umwidmung zur Harkortschule als Förderschule genutzt worden war, soll dabei erhalten bleiben. Ziel sei es, so Huster, den Baukörper unter Denkmalschutz zu stellen. Die Entscheidung hierüber werde von der Stadtverwaltung als Untere Denkmalbehörde in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) getroffen.

Früher Überlegungsstatus 

Die Gespräche und Verhandlungen beziehen sich allein auf das Schulgebäude. Die Sport- und die Schwimmhalle, die unter anderem von der Matthias-Claudius-Schule genutzt werden, sollen bestehenbleiben. Der ehemalige Schulhof könnte zu einer Parkplatzfläche umgenutzt werden. In dieser Hinsicht befinde man sich derzeit aber lediglich in einem frühen Überlegungsstatus, so Stadtsprecher Huster.

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