Kneipe "Ritterstübchen" schließt nach 55 Jahren

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Werner Bielefeld (links) muss aufhören. Das "Ritterstübchen" macht zu.

Hamm - Mit dem "Ritterstübchen" schließt am Wochenende nach 55 Jahren eine Traditionsgaststätte in der Innenstadt. Betreiber Werner Bielefeld, Urgestein und vermutlich dienstältester Wirt in Hamm, muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören. 

Dass das „Ritterstübchen“ in der Ritterstraße (Karte unter diesem Artikel) in diesem Jahr schließen würde, machte seit einiger Zeit die Runde in der Kneipenszene. „Ich werde ja im Oktober 80“, hatte Inhaber Werner Bielefeld kürzlich im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt. „Wann genau ich schließe, steht noch nicht fest. Möglicherweise aber auch schon bald.“ Dass „bald“ am kommenden Wochenende bedeutet, wusste Bielefeld zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Jetzt steht fest: Der 79-Jährige kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr hinter seinen geliebten Tresen zurückkehren. 

55 Jahre haben zuerst seine Familie und bis zuletzt er die Gastronomie an der Ritterstraße betrieben. 1961 hatte die Familie nach Aufgabe des über mehrere Generationen geführten Hotelbetriebs in der Mark die Gaststätte eröffnet. Die Stammgäste, die teils ebenfalls seit Jahrzehnten im "Ritterstübchen" verkehren, schätzen Werner Bielefeld als Unikum und als intelligenten, humorvollen Menschen.

Wie es mit der Gaststätte weitergeht, ist offen. Ein Nachfolger scheint aber nicht in Sicht.

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