Daniel Spanke bisher Kurator am Kunstmuseum Bern

Gelsenkirchener neuer Leiter des Lübcke-Museums - "Traumjob"

+
Daniel Spanke bei der Vorstellung im Hammer Rathaus.

Hamm - Daniel Spanke wird neuer Direktor des Gustav-Lübcke-Museums: Das gab Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Freitagmittag bekannt. Der gebürtige Gelsenkirchener ist Nachfolger von Friederike Daugelat und hat bereits einige spannende Stationen hinter sich.

Derzeit ist der 50-Jährige als Kurator für Ausstellungen am Kunstmuseum Bern tätig. Zuvor war Dr. Daniel Spanke von 2006 bis 2012 Kurator für klassische Moderne am Kunstmuseum Stuttgart (seit 2010 auch Leiter des Museums Haus Dix) sowie von 2002 bis 2006 als Leiter der Kunsthalle Wilhelmshaven. Darüber hinaus sammelte er Erfahrungen als freier Mitarbeiter des Domforums Köln für Führungen im Kölner Dom (1997 bis 2000), freier Mitarbeiter der Kölner "Letter"-Stiftung (1998-1999) und Wissenschaftlicher Volontär an der Kunsthalle in Emden (2000 bis 2002).

Das Ruhrgebiet und Hamm sind Dr. Daniel Spanke nicht unbekannt: Er ist in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen: „Der Region fühle ich mich nach wie vor sehr verbunden. Umso mehr freue ich mich, zu meinen Wurzeln ins schöne Westfalen-Land zurückkehren zu können. Selbstverständlich werde ich auch meinen Wohnsitz nach Hamm verlegen“, sagt Spanke.

"Mit Ideen fürs Museum überzeugt"

„Ich freue mich, dass wir mit Dr. Daniel Spanke einen Nachfolger gefunden haben, der umfangreiche Erfahrungen bei renommierten Einrichtungen mitbringt. Er hat uns im Rahmen der Vorstellungsgespräche mit seinen Qualifikationen ebenso wie mit seinen Ideen für unser Museum voll überzeugt“, gab Hunsteger-Petermann im Rahmen der Vorstellung die Einschätzung der Auswahlkommission wieder.

„Das Gustav-Lübcke-Museum ist ein sehr profiliertes Mehrsparten-Museum. Die Interdisziplinarität und die Vielfalt der Herausforderungen waren ausschlaggebend für die Entscheidung, mich in Hamm zu bewerben“, erklärte Dr. Daniel Spanke. „Gerade auch die bedeutende Sammlung des Hauses zur Kultur des Alten Ägyptens begeistert mich, da dieser Bereich zu meinen frühen Leidenschaften gehört“, führte der 50-Jährige weiter aus: "Die Leitung ist für mich ein absoluter Traumjob  – zumal an vielen Stellen deutlich wird, dass die gesamte Stadt voll hinter diesem Museum steht.“

29 Bewerbungen auf die Stelle

Auf die Stelle als Museums-Direktor hatten sich insgesamt 29 Personen beworben. Sechs Bewerberinnen und Bewerber hatten die Gelegenheit bekommen, sich der Auswahlkommission am Mittwoch persönlich vorzustellen.

Seit Dr. Friederike Daugelat mit dem Ablauf des vergangenen Jahres ihre Tätigkeit als Leiterin des Gustav-Lübcke-Museums beendet hatte, führte Kulturfachbereichsleiter Ulrich Weißenberg kommissarisch das Museum.

Gustav Lübcke Museum: Eröffnung der Mitmachausstellung "Hightech Römer"

Bisherige Arbeitsfelder Spankes:

Als Kurator für Ausstellungen im Kunstmuseum Bern gehören zu seinen Aufgaben derzeit die wissenschaftliche Erforschung des ihm anvertrauten Sammlungsbereichs ebenso wie die Leitung der Konzeption, Organisation und Durchführung von Wechselausstellungen einschließlich Drittmittelakquise, Sponsoring und Vermittlung von Inhalten in regulärem Ausstellungsbetrieb wie in Veranstaltungen. „Bei der Projektleitung von Ausstellungen ist mir die wissenschaftliche Fragestellung genau so wichtig wie die Orientierung an den unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen der Besucher“, betont Spanke in diesem Zusammenhang.

Sehnsucht Finnland - Nationalkunst im Gustav Lübcke Museum

Lesen Sie zum Thema auch:

45 Bewerbungen für Museum und Bücherei

Über 41.000 Besucher im Gustav-Lübcke-Museum

Interims-Direktor will mehr Besucher gewinnen

Von links: Bernd Maßmann (Personalchef der Stadt), Daniel Spanke, Monika Simshäuser (kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion), Thomas Hunsteger-Petermann und Britta Obszerninks (Kulturdezernentin) bei der Vorstellung am Freitag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare