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Dachstuhlbrand im Hammer Westen: Straßen stundenlang gesperrt

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Von: Markus Hanneken, Lothar Zimmermann, Hannah Decke

An der Wilhelmstraße geriet am Donnerstag dieser Dachstuhl in Brand.
An der Wilhelmstraße geriet am Donnerstag dieser Dachstuhl in Brand. © Zimmermann

[Update 17.15 Uhr] An der Wilhelmstraße in Hamm ist am Donnerstagmittag ein Dachstuhl in Vollbrand geraten und teilweise eingestürzt. Mehrere Straßen blieben mehr als vier Stunden gesperrt.

Hamm-Westen - Schon von Weitem war am Donnerstagmittag eine große Rauchwolke über der Wilhelmstraße zu sehen. Es brannte lichterloh in einem Wohnhaus in Höhe der Hausnummer 50: Der Dachstuhl inklusive Dachgeschosswohnung stand in Flammen. Qualmgestank legte sich über weite Teile der Innenstadt.

Die Feuerwehr wurde mit 50 Kräften der Hauptwachen sowie der Einheiten Berge, Hövel, Heessen, Westen und Westtünnen zum Großeinsatz alarmiert. Weil der Dachstuhl teilweise einstürzte, konnte nur von außen gelöscht werden.

Dachstuhlbrand in Hamm: Straßen gesperrt, Busse umgeleitet

Die Wilhelmstraße wurde wegen des Einsatzes zwischen Vorheider Weg und Marienstraße bis gegen 17.15 Uhr gesperrt. Auch die Otto-Brenner-Straße war gesperrt. Der Verkehr staute sich schnell und massiv. Auch die Linienbusse mussten Umleitungen fahren. Nach dem Einsatzende blieb nur noch die Vincenzstraße gesperrt. Aus Sicherheitsgründen ist der Bürgersteig längs des Hauses bis auf weiteres nicht zu benutzen.

Dachstuhlbrand in Hamm: Offenbar keine Verletzten

Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr wurde niemand verletzt, alle Bewohner - 36 sind im Brandhaus gemeldet - seien herausgekommen oder herausgeholt worden. Auch das von der Feuerwehr mit einer so genannten Brandwand geschützte Nachbarhaus wurde evakuiert. Unvorhergesehene Probleme habe es bei dem Einsatz nicht gegeben, sagte Feuerwehrsprecher Wolfgang Rumpf.

Während die Bewohner des Nachbarhauses dieses weiter nutzen können, mussten sich die Bewohner des bis auf weiteres unbewohnbaren Brandhauses mindestens vorübergehend eine neue Bleibe suchen; 15 werden in einem Hotel untergebracht. Nach Angaben von Rumpf prüfen ein Statiker und das Bauordnungsamt, welche Teile des Hauses einsturzgefährdet sind. Zur möglichen Brandursache wurde noch nichts bekannt, das ist im Nachgang ohnehin Sache der Polizei-Ermittler.

Dachstuhlbrand in Hamm: Haus mit langer Geschichte

Das betroffene Gebäude im Jahr 2016. Unten ist noch immer das ADAC-Gelb zu sehen.
Das betroffene Gebäude im Jahr 2016. Unten ist noch immer das ADAC-Gelb zu sehen. © Andreas Rother

Das betroffene Gebäude beherbergte bis 1979 das Kaufhaus Rindermann, später nutze der ADAC über viele Jahre das Ladenlokal im Erdgeschoss. Im Jahr 2016 sorgten Pläne, dort einen Tabledance-Club oder einen Bordell-Betrieb einzurichten, für Diskussionen. In den jüngeren Jahren wurde das Ladenlokal offenbar zumeist nicht genutzt, 2019 sorgte ein Bauschutt-Container des neuen Eigentümers für Ärger in der Nachbarschaft.

Die Hauptwache an der Hafenstraße wurde während des Einsatzes mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

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