Rund 2.300 Menschen betroffen

Weltkriegsbombe im Hammer Westen erfolgreich entschärft

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Karl-Heinz Clemens und Ralf Kuhlpeter haben die Bombe entschärft.

Hamm-Westen - Nach einem Blindgänger-Fund an der Viktoriastraße mussten im Hammer Westen am Dienstag rund 2.300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Um 21:12 Uhr gab's die Entwarnung: Die Bombe ist entschärft, die Menschen konnten zurück in ihre Wohnungen.

Bei dem explosiven Fundstück handelte es sich um eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde auf der Viktoriastraße in Höhe der Hausnummer 128 gefunden. Die Fundstelle wurde in einem Radius von 300 Metern abgesperrt. Die Bewohner warteten in der Cafeteria des Friedrich List-Berufskollegs auf die Entwarnung.

Bombe im Hammer Westen: Die Evakuierung in Bildern

Im gesperrten Bereich lag auch ein Teil der viel befahrenen Dortmunder Straße.

Von der Evakuierung waren rund 2300 Anwohner an knapp 280 Adressen betroffen. Weil darunter viele nichtdeutsche Bürger waren, wurden Dolmetscher eingesetzt.

Vierte Bomben-Evakuierung in diesem Jahr

Bombenfund in Westtünnen - Evakuierung und Entschärfung 

Erst am 21. März war in Westtünnen eine vergleichbare Bombe entschärft worden. Diesmal sind jedoch aufgrund der Innenstadtlage deutlich mehr Menschen betroffen. Insgesamt wurden in Hamm in diesem Jahr bereits drei Bombenentschärfungen durchgeführt. In Berge wurde Anfang März zudem erstmals eine Weltkriegsbombe oberhalb der Grasnarbe entdeckt.

Hier unser Bomben-Ticker zum Nachlesen:

21:12 Uhr: Feuerwerker Karl-Heinz Clemens vermeldet: Bombe erfolgreich entschärft. Die Sammelstelle wird aufgelöst und die Absperrungen beseitigt. Die Leute können zurück in ihre Wohnungen.

21:07 Uhr: Es scheint eine schwierige Entschärfung zu sein. Sie läuft schon seit 45 Minuten. Vermutlich gibt es Probleme mit einem Zünder, der im Boden steckt.

20:47 Uhr: noch läuft die Entschärfung der Bombe.

In diesem Radius werden alle Bewohner evakuiert. Klicken Sie rechts oben ins Bild, um die komplette Karte zu sehen.

20:25 Uhr: Die Evakuierung ist durch, die Entschärfung der Bombe kann beginnen.

20:15 Uhr: Einsatzleiter Bernhard Fohrmann wartet auf Nachricht der Polizei, dass die Evakuierung abgeschlossen ist. Dann kann die Entschärfung der Bombe beginnen. 160 Kräfte sind heute im Einsatz.

20:05 Uhr: Es ist geschafft - fast. Die Evakuierung ist durch. Die Polizei bestreift denn Bereich aber noch einmal, um die letzten "Wohnungstreuen" zu evakuieren.

19.58 Uhr: Einige Bewohner sind bereits seit fast drei Stunde im Evakuierungsraum des Spranger-Kollegs. Doch sie müssen sich gedulden. Noch läuft die Evakuierung.

19:38 Uhr: Das sind keine guten Nachrichten. Offensichtlich gibt es Personen, die versuchen, in die bereits komplett geräumten Bereiche zurück zuströmen. Hier ist jetzt die Polizei gefordert.

19:30 Uhr: Das nennen wir mal Service: Etliche Kinder vergnügen sich vorm Fernseher. Ab 20:45 Uhr wird das Fußballspiel Deutschland-Brasilien gezeigt. Aber vielleicht ist bis dahin schon alles gelaufen...

19:22 Uhr: Mittlerweile gibt es für die Bewohner und die Einsatzkräfte was zu essen. Bockwurst und Brötchen sollen ihnen die Zeit bis zur Entschärfung versüßen.

19:20 Uhr: Auch der 3. Räumbezirk ist geräumt.

19:17 Uhr: Die wichtigste Frage bei den Evakuierten derzeit: "Wird das Länderspiel gezeigt?" Wir bleiben am Ball.

19:09 Uhr: Gut 200 Leute sind jetzt evakuiert.

19:05 Uhr: Zwei von Vier Räumbezirken sind inzwischen geräumt.

Lange Schlange vor der Registrierungsstelle.

18:50 Uhr: Die Evakuierung läuft auf Hochtouren. Vor der Registrierungsstelle im Spranger-Kolleg hat sich inzwischen eine Schlange gebildet.

18:45 Uhr: Vereinzelt müssen Dolmetscher bei der Evakuierung helfen. Ein Einheimischer hat sich geweigert, seine Wohnung zu verlassen. Die Polizei musste angefordert werden. Laut Feuerwehr komme das aber immer wieder vor.

18:25 Uhr: Die Evakuierung läuft. Bis zu 350 Bewohner werden im Evakuierungsraum erwartet. Dort gibt es gleich Bockwurst und Brötchen.

18:00 Uhr: Die Bombe steckt senkrecht in ca. 4 Meter Tiefe im Grundwasser. Die Entschärfung wird nicht einfach, da ein Zünder schwer zu erreichen ist. Der Evakuierungsraum füllt sich. Ca. 60 Leute sind da, vor allem Menschen mit Migrationshintergrund. Weiterhin alles sehr entspannt.

Die Leitstelle befindet sich auf dem Parkplatz vor der Turnhalle.

17:52 Uhr: weitere DRK- Kräfte aus dem Kreis Unna sind eingetroffen. Auch die Malteser sind vor Ort.

17:48 Uhr: 4 Dolmetscher (1 bulgarisch, 3 türkisch) sind im Einsatz, um im Bedarfsfall zwischen Bewohnern und Feuerwehr zu vermitteln. Bislang verläuft alles problemlos

17.35 Uhr: Um die nötigen Arbeiten vor Ort gewährleisten zu können, sind Feuerwehr, Polizei, Stadt und DRK mit mehr als 100 Helfern im Einsatz.

Hinter diesem Haus wurde der Blindgänger entdeckt.

17.30 Uhr: In diesen Minuten schließt sich der Kreis um den Blindgänger: An 13 Stellen (unter anderem an der Dortmunder Straße) greifen Straßensperren, die nicht nach innen mehr passiert werden dürfen. Wenn das abgeschlossen ist, steht die eigentliche Evakuierung an. Vermutlich haben etliche Betroffene die Problematik noch nicht mitbekommen.

17.22 Uhr: Der DRK-Kreisverband Hamm ist mit knapp 20 Helfern vor Ort. Weitere Kräfte aus Selm und Werne sind unterwegs. Die Menschen kommen im Minutentakt. Vor allem Kinder finden es "spannend". Alles ruhig und entspannt.

Hier klicken für alle betroffenen Adressen!

17.13 Uhr: Die ersten betroffenen Bürger trudeln in der Sammelstelle ein. Der Evakuierungsraum ist aber nicht - wie zunächst mitgeteilt - die Turnhalle, sondern der Bereich vor der Cafeteria des Eduard-Spranger-Berufskollegs. Dort gebe es mehr Sitzmöglichkeiten, heißt es. Die Adresse ist aber dieselbe geblieben.

17 Uhr: In diesen Minuten öffnet in der Turnhalle des Listkollegs am Vorheider Weg die Sammelstelle für Anwohner ohne andere Anlaufpunkte. Diese werden dort betreut und verpflegt, bis die Situation am Abend geklärt ist. Parallel dazu werden derzeit die Straßensperren zu den 13 relevanten Straßenstandorten gebracht. Gegen 17.30 Uhr sollen sie wirksam werden.

16.15 Uhr: Stadtsprecher Tom Herberg erwartet nach aktuellem Stand keine nennenswerten Probleme beim abendlichen Vorgehen. Allenfalls sprachliche Hindernisse könnten für Verzögerungen sorgen. Hierzu werden persönlich oder per Funk Dolmetscher hinzugezogen - die sich primär auf türkisch oder bulgarisch ausdrücken können. Diese seien zumeist entweder Kollegen der freiwilligen Feuerwehr oder städtische Mitarbeiter.

15.55 Uhr: Im Evakuierungsradius liegt auch ein Teil des Komplexes der Feuerwache an der Hafenstraße. Allerdings ist es nur das südlich gelegene Gebäude, das von der freiwilligen Feuerwehr genutzt wird. Diese werden geräumt und abgeriegelt; die verbliebenen Kollegen kommen in der Hauptfeuerwache unter.

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