Bima tauscht am Beisenkamp Boden aus

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Im Beisenkamp-Baugebiet wurde Boden ausgetauscht.

Hamm - Im Baugebiet "Auf dem Beisenkamp" hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) einen Teil des Bodens austauschen lassen. Im Untergrund waren Torf und Bauschutt gefunden worden; auch eine Bodenverunreinigung wurde nach Bima-Angaben noch beseitigt.

Wer am Beisenkamp bauen will, muss tief in die Tasche greifen. Die Bodenpreise dort gehören zu den höchsten in Hamm. Dafür bekommt man soliden Baugrund. Für die letzten Grundstücke musste in dieser Beziehung allerdings nachgebessert werden: Der Untergrund bestand aus nicht tragfähigem Torf, außerdem wurden Bauschutt und eine Verunreinigung gefunden. Inzwischen ist der Boden ausgetauscht worden.

Seit 2017 vermarktet die Bima das frühere Kasernengelände zwischen Eschenallee und Hülsenbusch. 84 Grundstücke sind verkauft; im dritten und letzten Bauabschnitt werden jetzt nochmal 25 Grundstücke angeboten, alle im südlichen Bereich des Areals, zum Hülsenbusch hin.

Der Untergrund besteht dort aus Sandschichten. Umso erstaunter war man bei der Bima, als bei Routine-Untersuchungen im dritten Bauabschnitt in zwei Metern Tiefe eine so genannte Torflinse gefunden wurde – ein kleines linsenförmiges Moorgebiet, das sich in sandigen Senken entwickeln kann.

„Auf Sand zu bauen“ ist zwar ein Synonym für schwankenden Untergrund, tatsächlich seien Sandschichten aber solide, heißt es bei der Bima. Ganz anders Torf: Der sei „setzungsempfindlich“, sagte ein Sprecher. Gebäude könnten absacken und Setzungsrisse entstehen – es sei denn, man baue tiefe und damit teure Fundamente.

Mit Blick auf die zukünftigen Eigentümer habe man die Torflinse entfernt und tragfähigen Sandboden aufgefüllt. Der Gedanke, sich hier keine Probleme mit den späteren Bauherren einzuhandeln, dürfte zu dem Entschluss der Bima beigetragen haben.

Mit dem Ausbaggern und Auffüllen der Linse war es allerdings nicht getan. Man habe außerdem eine „lokal eng begrenzte Bodenverunreinigung“ entfernt, so der Sprecher. Nach Angaben der Stadt handelt es sich dabei um Hinterlassenschaften einer zivilen Werkstatt.

Um welche Art der Verunreinigung es sich gehandelt hat, teilte die Bima nicht mit. Nur soviel: Die Bodenarbeiten würden fachgutachterlich begleitet und der Aushub fachgerecht entsorgt. Es bestehe keine Gefahr für Menschen und Grundwasser.

Darüber hinaus wurde nach Bima-Angaben im dritten Bauabschnitt großflächig Boden ausgetauscht. Bereits 2015 und 2018 sei dort Bauschutt entdeckt worden, mit dem das Gelände aufgeschüttet worden war. Das Material stamme nachweislich nicht aus dem Abriss der Gebäude oder der Altlastensanierung des Geländes 2008/09.

Statt den Bauschutt einfach zu überdecken, habe man ihn vorsorglich ausgetauscht, so der Bima-Sprecher. Damit komme man künftigen Bauherren entgegen: Die hätten den schutthaltigen Boden beim Ausheben von Kellern teuer entsorgen lassen müssen.

Grundsätzlich sollten im gesamten Baugebiet gleiche Verhältnisse für die potenziellen Käufer geschaffen werden. Gleichzeitig werde so sichergestellt, dass bei künftigen Tiefbauarbeiten keine Belastungen an die Oberfläche gelangen können.

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