Es wird erst später schöner ...

Bahnhofsumfeld ist und bleibt trist - allen Versprechen zum Trotz

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Hamm - Wenn es nach Bürgern und den Stadt-Verantwortlichen geht, soll das triste Hammer Bahnhofsumfeld kräftig aufgewertet werden. Inzwischen ist es Juni - und bislang ist wenig sichtbar.

An der Einrichtung und am Personal wird es bei der Aufwertung des Bahnhofsviertels wohl nicht hapern. Was am meisten Arbeit bereitet, sind nach jetzigem Stand die Veranstaltungen. Das sagte Marc Berendes vom Oberbürgermeisterbüro auf WA-Nachfrage. Eine regelmäßige Bespielung des Willy-Brandt-Platzes ist bisher nicht in Sicht.

Bei der Stadt gibt es ein klares Bekenntnis zum Marktplatz an der Pauluskirche. „Zeitgleiche Konterveranstaltungen wären nicht sinnvoll“, sagte Berendes. Auch im Kurhausgarten fänden Veranstaltungen statt. Es gebe folglich Abstimmungsbedarf zwischen den unterschiedlichen Spielorten. Gleichwohl verfolge die Stadt den Gedanken weiter. Zu mehr Veranstaltungen hatte sich die Verwaltung in einer entsprechenden Beratungsvorlage vom Februar bekannt.

Kleinere und größere Veranstaltungen seien bereits für 2018 zusätzlich angedacht und sollten nach ihren Premieren auf eine nachhaltige Realisierung geprüft werden, hieß es damals. Ideengeber hatten in dem Zusammenhang angeregt, nicht nur eingekaufte Events wie den Hamburger Fischmarkt oder den Streetfood-Markt anzubieten, sondern auch Vereinen und vorhandenen Institutionen wie der Zentralbibliothek oder dem Museum eine Außenbühne auf dem Platz zu geben.

Investiert haben Stadt und Polizei unterdessen in das Thema Sicherheit. Eine City-Streife mit Polizeibeamten und Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes sei täglich unterwegs, so Berendes. Erschienen ist auch der erste Sicherheitsreport, den Polizei und KOD an Bürger verteilt haben.

Zudem seien Mitglieder des Präventions-Vereins Paidaia dreimal pro Woche vor Ort, um Jugendliche anzusprechen, die sich am Bahnhof aufhalten. „Es ist dadurch merklich ruhiger geworden“, sagte Berendes.

Die Aufstockung des KOD-Personals um sieben Stellen (vier neue, drei Entfristungen) soll laut Berendes bereits in diesem Jahr komplett vollzogen werden und sich nicht wie ursprünglich geplant bis 2019 erstrecken. Im Juni treten ferner zwei Kräfte in eineinhalb Stellen bei der Bahnhofsmission und im Stadtteilzentrum Mitte ihren Dienst an. Mit ihrer Hilfe sollen Randgruppen am Bahnhof besser erreicht werden.

Die Vorbereitungen für neue Wegweiser und ein neues Fußgängerleitsystem in der gesamten Innenstadt werden laut Berendes voraussichtlich in den Sommerferien abgeschlossen sein. Es gebe Entwürfe, die aber wegen ihres zu hohen Detailreichtums in die Überarbeitung gegangen seien.

Rund um die Insel wird der ASH neue bodentiefe Müllbehälter aufstellen. Die Stadtwerke werden ihre Schaukästen an der Insel neu plakatieren und mit aktuellen Infos versehen. Eine Abräumung von Schrotträdern am Bahnhof soll künftig in kürzeren Intervallen erfolgen. Der ehemalige „Kipp’n in“-Komplex werde Ende August abgerissen, so Berendes. Schadstoffuntersuchungen hätten zu Verzögerungen geführt.

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