Hü und hott bei Aufzügen: Im Bahnhof läuft wenig planmäßig

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Der Aufzug an Gleis 8/9.

Hamm - Der Hammer Bahnhof bleibt eine unendliche Geschichte. Auf die Frage, wann sämtliche Modernisierungs- und Reparaturarbeiten abgeschlossen seien, nennt ein Bahnsprecher längst keine konkreten Termine mehr.

Lediglich von „in diesem Sommer“ oder „in diesem Jahr“ ist noch die Rede. Dabei wird dem leidigen Aufzugthema nun ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Der seit dem 15. Januar defekte Aufzug an Gleis 8 und 9 soll nun doch komplett erneuert werden. Zunächst war nur von einer Reparatur die Rede gewesen. „Der Aufzug ist sehr störanfällig“, sagte der Sprecher.

Der Aufzug an Gleis 10/11.

Wieviel Ankündigungen der Bahn wert sind, zeigt sich am Nachbaraufzug zu den Gleisen 10 und 11. Auch dieser war ausgefallen, angeblich weil der Notruf defekt war. Es handele sich um ein schadhaftes Kabel, sagte der Sprecher jetzt. Eine Wiederinbetriebnahme sei für den vergangenen Mittwoch geplant, hieß es zuletzt. Bis gestern war der Fahrstuhl noch nicht wieder in Betrieb.

Im gleichen Atemzug verweist der Sprecher auf den Mobilitätsservice der Bahn. Auf Initiative des Behindertenbeauftragten der Stadt Hamm gibt es seit Ende April eine Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der bei Bedarf von der Deutschen Bahn verständigt wird und Menschen zum Gleis hilft.

Auch bei den weiteren Arbeiten im Bahnhof geht längst nicht alles so planmäßig wie angekündigt. Beispiel Anstrich: Hier sprach Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer beim Ortstermin zum Sicherheitskonzept im Februar von einem Gerüstaufbau außen „in zwei bis drei Wochen“. Außen ist bisher nichts passiert, innen steht seit Wochen ein Gerüst, der Anstrich ist aber lange nicht abgeschlossen. Argumentiert hatte die Bahn zunächst mit zu niedrigen Temperaturen für den Anstrich – eine Begründung, die schon seit geraumer Zeit schwer nachvollziehbar sein dürfte.

Auftrag für Eingangstüren vergeben

Inzwischen vergeben sei der Auftrag für die Automatiktüren am Eingang. Mit einem Termin für den Einbau ist der Sprecher vorsichtig. Ebenso für die Umsetzung der Schließfächer. Hier werde es eine kleinere Rotation geben. Endgültiger Platz wird in der Halle neben der Information und dem Fahrkartenverkauf sein. Für eine Übergangszeit sollen sie in der Unterführung aufgestellt werden. Am heutigen Standort der Schließfächer werde ein Imbiss entstehen, bestätigte der Sprecher auf Nachfrage.

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