Beispiel Arndtstraße im Hammer Süden

Aus fast neu wird neu: Warum die Stadt intakte Straßen ausbessert

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Äußerlich intakt: die Arndtstraße im Süden.

Hamm - Nach 20 Jahren sind viele Straßen optisch noch in gutem Zustand. Die Stadt lässt trotzdem die Fahrbahndecken solcher Straßen erneuern, um späteren Schäden vorzubeugen; aktuell etwa an der Arndtstraße im Hammer Süden.

Die Stadt lässt regelmäßig Straßen ausbessern, die sich eigentlich noch in gutem Zustand befinden. 15 bis 20 Jahre alte Fahrbahndecken werden ausgetauscht, um die Lebensdauer des Unterbaus zu verlängern. Dafür werden jährlich mehrere 100.000 Euro ausgegeben. Derzeit laufen solche Arbeiten an der Arndtstraße im Hammer Süden.

Die kaum 500 Meter lange Wohnstraße wird in dieser Woche neu hergerichtet. 42.000 Euro solle das kosten, hatte die Stadt im Vorfeld der Arbeiten angekündigt; zuerst werde die westliche Hälfte der Straße für die Arbeiten gesperrt, anschließend die östliche.

WA-Leser wunderten sich allerdings: Schlaglöcher gibt es an der Arndtstraße nicht, die Fahrbahn sieht vielmehr so aus, als sei sie erst vor einigen Jahren neu gemacht worden. Und das stimmt auch, wie eine Nachfrage bei der Stadt ergab.

Es handle sich hier nicht um eine Sanierung, sagte ein Stadtsprecher, sondern nur um laufenden Straßenunterhalt. Die Arndtstraße sei vor rund 20 Jahren ausgebaut worden, und nach dieser Zeit sei es sinnvoll, die oberste Asphaltschicht zu erneuern, um Schäden vorzubeugen, die dann auch den Unterbau in Mitleidenschaft ziehen könnten – zum Beispiel durch eindringendes und gefrierendes Wasser.

Erneuerung soll Rissbildung verhindern

Im Laufe der Jahre werde der Asphalt in der obersten Verschleißschicht spröde, so der Sprecher weiter. Es könnten sich dann feine Risse bilden, die sich dann zu „richtigen“ Schäden auswachsen können – und das solle durch die Erneuerung der Deckschicht verhindert werden.

Das Verfahren sei überdies nicht neu, man wende es seit Jahren an. Wie viele Straßen in den vergangenen Jahre entsprechend behandelt wurden, konnte der Sprecher nicht sagen. Die Kosten lägen jährlich bei „einigen 100.000 Euro“.

Doch sollte die Priorität nicht bei der Sanierung kaputter Straßen liegen? Das sei eine politische und finanzielle Frage, sagte der Sprecher. Man halte das Verfahren jedoch für sinnvoll. Und für die Anwohner habe es einen großen Vorteil: Als Unterhaltsmaßnahme sei die Fahrbahndeckenerneuerung kostenfrei; für die Komplettsanierung müssten jedoch Anliegerbeiträge erhoben werden.

Die nächsten Fahrbahnerneuerungen dieser Art sind für den Caldenhofer Weg, die Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße und die Menzelstraße vorgesehen.

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Kommentare

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Kommentare

hammonaAntwort
(0)(0)

Habe meinen Beitrag editiert. Ich habe die Arndtstraße mit der Arminstraße verwechselt, die im Hammer Osten liegt. Sorry, mein Fehler.

hammonaAntwort
(0)(0)

Habe meinen Beitrag editiert. Ich habe die Arndtstraße mit der Arminstraße verwechselt, die im Hammer Osten liegt. Sorry, mein Fehler.

Man Dam
(0)(1)

Auf dem Daberg fehlt hinten überigens seid Jahren schon die letzte Asphaltschicht. Die Schichten darunter sind ein Flickenteppich. Aber wen juckt's?