Stadt will Teilstück verkaufen

Bauarbeiten neben dem Kino: Noch in diesem Jahr könnten die Bagger rollen - Probleme mit Bettlern

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Am Kino wird regelmäßig von der Polizei und dem Ordnungsamt kontrolliert.

Hamm - Die Stadt will die eigene Teilfläche am Chattanoogaplatz für die geplante Bebauung an den Entwickler verkaufen. Durch die Überplanung könnten unliebsame Gäste vertrieben werden.

Noch in diesem Jahr könnten auf dem Chattanoogaplatz im Schatten des Cinemaxx-Kinos die Bagger rollen, um die Vorbereitungsarbeiten für die vom Arnsberger Architekten Dietrich Zakowski geplante Wohnbebauung durchzuführen. Stadtsprecher Lukas Huster sprach von einem „realistischen Zeitplan“.

„Es findet ein regelmäßiger Austausch zur weiteren Entwicklung der Fläche statt, wir haben – vor dem Hintergrund der eingereichten Anträge – auch den Eindruck, dass die Sache jetzt Fahrt aufnimmt“, so Huster. „Wir wünschen uns, dass es dort schnellstmöglich losgeht.“

Stadt gehört etwas weniger als ein Drittel der Fläche

Auf der etwa 3600 Quadratmeter großen Fläche sollen den Planungen nach vier Wohnhäuser mit 80 bis 100 Wohnungen und eine darunterliegende, zweite Tiefgarage mit eigener Zufahrt entstehen. Dafür muss ein Teil der bestehenden Tiefgarage abgerissen werden. Die Stadt, so Huster, plane, den eigenen Teil des Areals (etwa 1600 Quadratmeter) für die finale Realisierung an den Entwickler zu veräußern.

Filmreife Wohnlage: Das soll bald auf dem Chattanoogaplatz am Kino entstehen

Durch die Baumaßnahmen dürften ungebetene Gäste von dem Gelände vertrieben werden. In den zurückliegenden Monaten gab es nach WA-Informationen immer wieder Vorfälle mit

Aggressive Bettler im Parkhaus

Mitgliedern der Trinkerszene, die sich entweder Autofahrern in den Weg stellten oder innerhalb des Parkhauses bettelten und Dauerparker sowie Kinogäste bis zu deren Autotür verfolgten. Ein besonders aggressiver Zeitgenosse war in der vergangenen Woche gleich mehrfach aufgefallen. Er bat mehrere Kunden des Parkhauses um Geld, weil sein Auto kaputt sei und repariert werden müsse. Ähnliches versuchte er in der Hauptstelle der Sparkasse, die ihre Kunden daraufhin warnte, auf diesen Trick hereinzufallen.

Die Situation in dem Parkhaus sei der Verwaltung und auch der Polizei bekannt, hieß es auf WA-Anfrage. Weil es sich um ein Privatgrundstück handele, gebe es dort jedoch keine Handlungsmöglichkeiten. Es habe „schon mehrfach“ Gespräche mit dem Eigentümer, der Polizei und dem Ordnungsamt gegeben, bei denen die Situation erörtert worden sei und der Eigentümer aufgefordert worden sei, die Fläche und das Parkhaus zu reinigen, zu pflegen und zu kontrollieren und so den Szeneangehörigen den Raum zu nehmen.

Stadt: Problemlage wird sich erledigen

„Da sind dann auf die Hinweise auch immer wieder Maßnahmen durch den Eigentümer erfolgt. Durch die bevorstehende Entwicklung wird sich die Problemlage wohl auch erledigen“, so Huster. Der Kommunale Ordnungsdienst laufe in dem Bereich zudem regelmäßig Streife.

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