Altglas scheppert rund um die Uhr

Ärger am Erlöserzentrum: Anwohner frustriert wegen Lärm am Müllcontainer   

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Recycling ist eine gute Sache. Trotzdem verärgert das Verhalten einiger Nutzer der Altglas- und Altkleidercontainer die Anwohner.

Hamm-Süden – So schön Recycling auch ist: Die Anwohner nahe des Seniorenheims „Am Erlöserzentrum“ am Schleppweg ärgern sich, dass in ihrer Nähe Altglas- und Altkleidungscontainer stehen. Grund ist vor allem der Lärm.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit werfen einige Menschen ihre Flaschen in den Container ein – und dann scheppert es gewaltig. Eine der Anwohnerinnen ist Petra Schmitz. „Eigentlich steht auf den Containern ja drauf, wann sie genutzt werden sollen“, sagt sie: nämlich an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr. Doch auch an Sonn- und Feiertagen nutzten einige die Container.

Auch über die Altkleidercontainer ärgern sich einige Anwohner: Wenn diese gefüllt seien, schmissen einige Leute ihre Altkleider in die Glascontainer oder ließen Säcke und Taschen mit alten Klamotten gleich einfach so an der Straße stehen.

Aggressiv reagiert

Die Eheleute Christa und Dieter Krick wohnen direkt hinter den Containern. Sie sprechen einige der Recycling-Freunde an: „Wenn ich herausfahren möchte und jemand mit geöffnetem Kofferraum die Straße zustellt, fordere ich die Betreffenden immer ganz freundlich auf, ihr Auto wegzustellen. Sie glauben gar nicht, wie viele Leute dann sofort extrem aggressiv werden“, berichtet Dieter Krick. Seine Frau ergänzt, wenn ein hohes Aufkommen an den Containern sei, werde auch schnell die Umgebung der Container mit Müll zugestellt.

Standortwechsel angeblich nicht möglich

Gertrud Siepmann wohnt seit 50 Jahren am Schleppweg: „Als die Container noch hinter der früheren Erlöserkirche standen, hat das ja keinen gestört“, erinnert sie sich. Seit zehn Jahren stünden sie vorn an der Straße. Seitdem gebe es ständig Ärger. Aus Sicht der Anlieger gäbe es eigentlich eine einfache Lösung: Hinter den Containern schließt sich eine Schotterpiste an, die auf einem brach liegenden Grundstück endet. „Wenn man die Container hinten ans Ende des Weges stellen würde, wären die meisten Probleme schlagartig gelöst“, sagt Schmitz. Doch da sagten die Behörden, an die sich die Anwohner schon gewendet haben, die Fläche solle bebaut werden. Das passiert zwar seit Jahren nicht – der Standort der Container wird trotzdem nicht verlegt.

Störung beim Mittagsschlaf

Martina Mück ist selbst Mutter eines kleinen Sohnes. Das Kind hält noch einen Mittagsschlaf, der aber immer wieder unterbrochen wird: Die Container werden mittags geleert, das macht eine Menge Lärm. 

"Man wolle sich kümmern"

Auch Anwohnerin Irene Born findet den Standort am Seniorenheim unpassend: „Wie soll ein schöner Lebensabend gelingen, bei dieser Aussicht und dem Lärm?“, fragt sie. Die Eheleute Christel und Momme Huber hatten sich wegen des Problems bereits an Bezirksvorsteher Peter Raschka und seine Stellvertreterin Hildegard Bruhns gewendet – leider ohne Folgen. „Uns wurde gesagt, man wolle sich kümmern. Danach haben wir nie wieder etwas gehört“, sagt Huber.

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