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Westenwall ab Mittwoch für Busse gesperrt - Abriss verzögert sich

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Von: Markus Hanneken

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Schon jetzt eine „No-go-Area“: die Ritterpassage. Bald ist sie weg.
Schon jetzt eine „No-go-Area“: die Ritterpassage. Bald ist sie weg. © Reiner Mroß

Der Abriss der Ritterpassage in Hamm verzögert sich, das Stichwort lautet Genehmigungschaos. Trotzdem wird die Hälfte aller Linienbusse den Westenwall ab Mittwoch, 28. September, nicht mehr passieren können.

Hamm - Weil der Abrissbagger die Baustelle später erreicht als geplant, bleibt das Gerippe der Ritterpassage am Westenwall noch über das kommende Wochenende stehen. Ursprünglich sollte das Spezialgerät schon seit Dienstagmorgen im Einsatz sein, doch Genehmigungsprobleme auf verschiedenen Ebenen ließen das nicht zu, erklärt Baustellenleiter Leon Brink: „Bei uns ist so etwas der ganz normale Wahnsinn, wir schieben ja nicht ‘nen Pkw durch die Gegend...“

Noch steht der KMC 600 s der Firma Kiesel auf einer Baustelle in Gelsenkirchen. Von dort muss er mittels Schwertransport nach Hamm geschafft werden. Solch ein Schwertransport darf aber aus verkehrstechnischen Gründen nur zwischen 22 und 6 Uhr im öffentlichen Raum rollen. Einmal unterwegs, wird er in Hamm an der Autobahnabfahrt von der Polizei abgeholt und über ein klar definiertes Straßennetz begleitet. Bau-Profi Brink rechnet aktuell damit, dass der Bagger die Baustelle in der Nacht auf Freitag gegen 1 Uhr erreichen wird.

Platziert wird das knapp 100 Tonnen schwere Abriss-Monster dort auf der Brachfläche neben der Passage, die einst teilweise deren Parkplatz war. Seine rund vier Wochen dauernde Arbeit wird der Bagger mit dem überlangen Arm wegen des Feiertags „Tag der deutschen Einheit“ aber erst am Dienstag, 4. Oktober, aufnehmen.

Der rechte Teil der Ritterpassage in Hamm wird abgerissen.
Der westliche Teil der Ritterpassage wird abgerissen. Dafür muss die Straße einseitig gesperrt werden. © Reiner Mroß

Fahrspur in Richtung Osten bis 17. Oktober gesperrt

Gleichwohl werde die Fahrspur in Fahrtrichtung Osten bereits ab Mittwoch bis voraussichtlich zum 17. Oktober gesperrt, so Stadtsprecher Lukas Huster. Der Verkehr werde mittels Beschilderung an dem rund 40 Meter langen Arbeitsbereich vorbeigeführt. Da der Busverkehr umgeleitet werde, erwarte man dort keine größeren Verkehrsbeeinträchtigungen.

Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke hatte seinerseits einen konkreten Umleitungsplan bereits vor einigen Tagen veröffentlicht. Er betrifft die Linien in Fahrtrichtung Westen.

Nötig wird die Sperrung wegen der Möglichkeit, dass beim Abriss der hohen Gebäudeteile Trümmer auf die Fahrbahn fallen. Um die gröbste Gefahr zu mildern, wird laut Bauleiter Brink überdies ein kleiner Telekran mit Schutznetz an der nördlichen Gebäudeseite platziert.

Der Abriss des westlichen Teils der Passage nach nur 24 Jahren ist nötig, weil an dieser Stelle der neue Geschäfts- und Wohnkomplex namens „B-tween“ entstehen soll.

Busse werden umgeleitet

Den Angaben der Stadtwerke zufolge werden die Linien 2, 4, 6, 10, 11, 12, 26, N2, N4, S10, R14 und 353 nach Verlassen der Haltestelle „Flugplatz“ über die Münsterstraße, die Hafenstraße, den Westring, die Gustav-Heinemann-Straße und weiter den bekannten Linienweg fahren. Die Haltestelle „Nordstraße“ und „Allee-Center/Ritterpassage“ werden zur Ersatzhaltestelle auf die Gustav-Heinemann-Straße verlegt.

Die Umleitungssituation rund ums Allee-Center ab Montag.
Die Umleitungssituation rund ums Allee-Center während der Nordenwall-Sperrung. © Stadtwerke Hamm

Deutlich nachhaltiger spürbar ist derzeit eine nahe gelegene Baustelle, für die am Montag die Adenauerallee in Fahrtrichtung Westen gesperrt wurde. Dieses Nadelöhr wird den Hammern rund anderthalb Jahre erhalten bleiben.

Auch im Hammer Süden ist derzeit mit der Alleestraße eine wichtige Straße teilweise gesperrt.
Auch im Hammer Süden ist derzeit mit der Alleestraße eine wichtige Straße teilweise gesperrt. Die Baustelle soll aber bis zum Wochenende fertiggestellt sein. © Andreas Rother

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