Ein weiteres Hotel? Oder besser doch nicht?

Vor Abriss an der Ritterpassage: Rätsel um Ankermieter fürs „B-tween“

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Unter anderem wird schon bald dieses Häuschen für das neue B-tween weichen.

Hamm – Voraussichtlich im Februar werden auf dem Gelände des künftigen „B-tween“ an der Ritterstraße erste sichtbare Abrissarbeiten vollzogen. Die Stadt Hamm hat die Abrissgenehmigung für zwei Altimmobilien erteilt. Für das neue Haus ist schon ein Ankermieter gefunden. Aber wer? 

Axel Funke, Vorstandsvorsitzender der Fokus Development AG als Investorin, bestätigte gegenüber dem WA, dass es nun bald losgehe mit den Arbeiten. Fokus nimmt hier nach eigenen Angaben rund 37 Millionen Euro in die Hand, um das Gelände rund um die Ritterpassage neu zu entwickeln und zu einem Scharnier zwischen Allee-Center und Weststraße zu machen. 

Funke erklärte auf Nachfrage, ein Ankermieter sei gefunden und dies sei auch vertraglich fixiert, nennen wollte er den Namen zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht.Im Oktober vergangenen Jahres hatte er noch gesagt, man stehe in guten Verhandlungen.

Alternative zum Hotel

Fest steht, dass sich im „B-tween“ (deutsch: zwischen; gesprochen: bitwien) kein Hotel ansiedeln wird. Diese Variante war immer als Möglichkeit und „echte Option“ dargestellt worden, doch mit der Ansiedlung des „GHotel“ auf der Ter-Veen-Fläche hat sich das Thema offensichtlich erledigt. „Die Ansiedlung des GHotel in Zentrumslage ist gut für Hamm“, sagte Funke. Er habe keinerlei Bedenken, Flächen im künftigen „B-tween“ anderweitig vermieten zu können.

Vorarbeiten für den Abriss

Im Vorfeld der ersten Abrissarbeiten sei in diesen Tagen der Verlauf von Versorgungsleitungen überprüft worden, teilte Stadtsprecher Tom Herberg mit. Funke ergänzte, vorbereitend seien auch zwei Straßenlaternen abgebaut worden. Der Abriss der leer stehenden Wohngebäude werde keine größeren Auswirkungen auf den Verkehr an der Ritterstraße und am Westenwall haben, sagte Herberg. 

Sind die Altimmobilien verschwunden, gehört das Feld zunächst den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die hier nach Spuren aus der Stadtgeschichte suchen. Im nächsten Schritt ist dann eine gekoppelte Genehmigung für den Abriss des Westflügels der Ritterpassage und für den Neubau des „B-tween“ zu erteilen. Zurzeit würden die Unterlagen von der Bauverwaltung geprüft.

Eröffnung im Jahr 2022

Als Eröffnungsdatum für das „B-tween“ hat Investor Fokus Development auf der Unternehmenshomepage das Frühjahr 2022 genannt. Ursprünglich war einmal von September 2020 die Rede gewesen. Die Mietfläche wird bei rund 12.000 Quadratmetern liegen.

Aus Versehen ist es zu Verzögerungen beim Abriss und dem Neubau des B-tween gekommen.  

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Kommentare

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Kommentare

Hippoport
(1)(0)

Die Bude war schon immer eine Totgeburt, jetzt wird sie auch noch vergrößert, juchhu, noch mehr Millionen verpulvern für ein Gebäude, das keiner braucht . Gaaanz große Nummer...

Gabriel
(1)(0)

Die sollen erstmal anfangen, Spekulation wer es dann mietet interessieren mich nicht.