Messer als Tatwaffe in Hamm weit verbreitet

Wenn es um gefährliche Straftaten geht, sind auch in Hamm fast immer Messer im Spiel.
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Wenn es um gefährliche Straftaten geht, sind auch in Hamm fast immer Messer im Spiel.

Handlich, gut zu verstecken und im Zweifel tödlich: Wenn es um gefährliche Straftaten geht, sind fast immer Messer im Spiel.

Hamm – Das ist nicht nur in Hamm, sondern überall im Land der Fall. Um der zahlenmäßigen Dimension der Messerstraftaten auf den Grund zu gehen, hat NRW-Innenminister Herbert Reul erstmals für das Jahr 2019 erfassen lassen, wie oft Stichwaffen von Straftätern benutzt wurden. Das bloße Mitführen eines Messers wurde in der Statistik nicht berücksichtigt.

Demnach kam es in ganz NRW zu 7209 solcher Fälle. Der überwiegende Teil der Messer (5077) waren keine nach dem Waffengesetz verbotenen Messer (zum Beispiel Einhandmesser), sondern „sonstige Messer“, überwiegend also Taschen- oder Küchenmesser. 382 Mal wurden Schraubenzieher und dergleichen als Stichwaffen verwendet. In Hamm wurden Messer 77 Mal benutzt.

Auch im ersten Quartal 2020 bleibt der Trend ungebrochen. 1688 Mal waren landesweit Messer die Tatwaffe, in Hamm lag diese Zahl bei 13. Die Zahlen gehen aus einem schriftlichen Bericht des Innenministers für die heutige Sitzung des NRW-Innenausschusses hervor.

Erst vergangene Woche kam es zu einem Überfall einer Tankstelle in Hamm, wobei der Täter ein Messer zückte. Bei einem Streit zwischen zwei Männern aus Hamm kam es bei einem anderen Vorfall auf der Alleestraße zu einer Auseinandersetzung, bei der einer der Beteiligten mit einem Messer schwer verletzt wurde.

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