Versuchtes Tötungsdelikt?

Schwerverletzter Obdachloser: Staatsanwalt nennt erste Details - Mordkommission ermittelt weiter

Ein Krankenwagen.
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Wann der Mann ansprechbar sein wird, ist noch vollkommen unklar.

Nachdem am Montag ein 48-Jähriger schwerverletzt in der Obdachlosenunterkunft in Hamm gefunden wurde, steht jetzt die Ursache für die Kopfverletzung fest.

Update, 18. Februar, 12.47 Uhr: Ein Sturz war offenbar die Ursache für die lebensgefährlichen Kopfverletzungen, mit denen ein 48-jähriger Mann am Montagabend in der Obdachlosenunterkunft an der Dortmunder Straße in Hamm gefunden worden war. Das teilte Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Donnerstag auf WA-Anfrage mit.

Rechtsmediziner hätten den Mann zwischenzeitlich untersucht. Es sei eindeutig ein Sturzgeschehen für die Verletzungen ursächlich. Unklar sei allerdings, wie es zum Sturz in dem Zimmer der Unterkunft gekommen sei. Die Möglichkeit, dass es sich um ein versuchten Tötungsdelikt handelt, bestehe weiterhin.

Der Zustand des schwerstverletzten Mannes habe sich zumindest nicht weiter verschlechtert. Es sei allerdings überhaupt nicht absehbar, ob und wann der Verletzte zu dem Geschehenen befragt werden kann. Eine Mordkommission der Polizei Dortmund bearbeitet den Fall weiterhin.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Hamm – In der Obdachlosenunterkunft an der Dortmunder Straße ist es am Montagabend möglicherweise zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen. Ein 48-jähriger Bewohner wurde dort in den frühen Abendstunden mit schwersten Kopfverletzungen in einem Zimmer gefunden. Der Mann schwebte auch am Dienstagmittag noch in Lebensgefahr, wie Oberstaatsanwalt Carsten Dombert auf WA-Nachfrage erklärte.

Es sei derzeit noch unklar, ob die Kopfverletzungen durch einen Sturz oder durch Gewalteinwirkung entstanden seien. Die behandelnden Krankenhausärzte hielten beide Möglichkeiten für Wahrscheinlich. Der 48-Jährige hatte offenbar im Zimmer eines 53-jährigen Mannes Unterschlupf bekommen. Beide sind deutsche Staatsangehörige.

Mit Kopfverletzung in Obdachlosenunterkunft in Hamm gefunden: Mordkommission ermittelt

Der 53-Jährige war es auch, der den Schwerstverletzten entdeckte und die Rettungskräfte informierte. Eine Mordkommission ermittelt nunmehr in der Angelegenheit. Ein weiterer Zeuge will im fraglichen Zeitraum einen Streit in der Unterkunft bemerkt haben. Ob dies tatsächlich der Fall war und ob der Geschädigte darin involviert war, sei derzeit noch unklar, so Dombert.    

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