In Hamm keine Debatte um die Ladenöffnungszeiten

HAMM - Während Experten und Politiker in Düsseldorf über die Ladenöffnungszeiten debattieren, wird in Hamm die Vorlage für die nächste Sitzung des Rates geschrieben, die für dieses Jahr 14 verkaufsoffene Sonntage vorsieht.

Im Vorjahr mit 13 Sonntagen hatten die Kirchen und die Gewerkschaft Verdi keine Bedenken gegen die Pläne der Verwaltung angemeldet, der Rat votierte mit 51:3-Stimmen dafür. In diesem Jahr sollen erstmals in der Innenstadt vier Sonntage verkaufsoffen sein. Wie bereits berichtet, ist der 30. Dezember der vierte Termin.

„Wenn der Handel das so möchte, erfüllen wir den Wunsch der Händler“, sagt Stadtsprecher Christian Strasen. In Hamm sei, so seine persönliche Einschätzung, die Zeit der teils ideologisch geprägten Debatten vorbei. Ähnlich äußert sich Matthias Grabitz, Sprecher des Beirates Einzelhandel. „Es herrscht Konsens. Die Öffnungszeiten in Hamm sind nicht ausufernd weit.“ Dies gelte auch für die von Rot-Grün im Landtag kritisierte Zeit zwischen 22 und 24 Uhr. Wie schon im Vorjahr wird auch 2012 die Höchstzahl von maximal vier Sonntagsöffnungen in keinem der sieben Stadtbezirke erreicht. Bockum-Hövel und Heessen planen jeweils drei, Herringen und Uentrop zwei verkaufsoffene Sonntage. Pelkum und abweichend vom Vorjahr auch Rhynern sind nicht dabei.

„Wir brauchen den vierten Sonntag“, erinnert Grabitz daran, dass man schließlich im regionalen Wettbewerb mit anderen Städten stehe. „An Weihnachten gibt es auch Geldgeschenke, und viele Menschen haben an den Tagen zwischen den Jahren frei. Hier ist in der Vergangenheit viel Kaufkraft abgeflossen“, rechnet Grabitz mit einer regen Nachfrage am ersten Sonntag nach Weihnachten. „Hamm muss sich als Mittelzentrum profilieren, auch an diesen Tagen.“ „Wenn es sich nicht lohnt, machen wir es nicht“, hält Grabitz den Kritikern entgegen. Die Mitarbeiter seines Modehauses hätten keine Probleme damit, viermal im Jahr sonntags zu arbeiten. In anderen Berufen komme das viel häufiger vor. - asc

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