Paten gesucht

Herringer Bienen haben ein neues Zuhause - Bienendorf zieht an die Dortmunder Straße

Das Bienendorf in Herringen hat einen neuen Standort an der Dortmunder Straße
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Leicht zu finden: Dennis, Silke und Günter Berkemeier (von links) vor der unübersehbaren Biene am neuen Standort für das Bienendorf an der Dortmunder Straße.

Mit ihrem „Bienendorf“ haben Günter und Silke Berkemeier im vergangenen Jahr einen großen Erfolg für die Artenvielfalt verzeichnet. Die Erfolgsgeschichte wird nun, mit einigen Änderungen, fortgeschrieben.

Herringen – Auf einer rund 3.500 Quadratmeter großen Fläche, auf der zuvor Mais angebaut worden war, ließen sie tausende Wildblumen wachsen und boten einer vielfältigen Tierwelt so eine Heimat.

„Zunächst haben wir jetzt ein Feld vorgesehen, das sich direkt vorne an der Dortmunder Straße befindet“, erklärt Günter Berkemeier. Besucher bräuchten sich so nur an der großen Stroh-Biene orientieren und wüssten gleich, wo sich die Wiese befindet. Das Ehepaar möchte auch gerne eine Bank errichten, damit die Besucher ganz entspannt das lebendige Treiben beobachten können. „Bis dahin wird es allerdings noch einige Wochen dauern“, sagt Silke Berkemeier. Ihr Ehemann habe erst vor wenigen Tagen gepflügt und ausgesät. „Da müssen wir uns ja auch immer nach dem Wetter richten“, so Günter Berkemeier.

In diesem Jahr hat die Familie das Feld unterteilt, sodass Kräuter und mehrjährige Pflanzen einen noch breiteren Rahmen für die Insekten bieten. „Dabei waren wir schon im vergangenen Jahr ganz beeindruckt, wie viele Tierarten sich auf unserem Feld wohlgefühlt haben“, so Silke Berkemeier.

Bienendorf an neuem Platz: Landwirte suchen noch Blühwiesen-Paten

Neben mindestens sechs Hummelarten haben die Berkemeiers und eine befreundete Insektenkundlerin dort auch Schmetterlinge, Wildbienen, Libellen, verschiedene Käfer und andere Tiere entdeckt. „Und das alles, obwohl es durch das extrem trockene Wetter echte Startschwierigkeiten gab“, sagt Silke Berkemeier. Auch die Idee der Patenschaften, mit deren Hilfe die Realisierung dieses Naturschutzprojekts erst möglich sei, sei super angekommen.

Das Prinzip sei ganz einfach: Ab einem Betrag von fünf Euro können Unterstützer Paten einer Blühfläche von 7,5 Quadratmetern werden. Ab einer Spende von 15 Euro können Patenschaften auch verschenkt werden, wozu der Beschenkte dann ein eigenes Anschreiben erhält. „Ob Geburtstag, Hochzeit, oder Jubiläum: Das kommt immer gut an“, weiß Silke Berkemeier zu berichten. Dieser Weg über die Patenschaften sei auch notwendig: „Wir sind ja immer noch Landwirte“, sagt ihr Mann. So müssten die Anbauflächen auch ein wenig Ertrag bringen. Sollte eine größere Fläche gewünscht sein, etwa von einem Unternehmen, das aktiv etwas gegen das Insektensterben tun möchte, so sei er jederzeit ansprechbar, so Berkemeier.

Das frühere Blühfeld hat inzwischen übrigens eine sinnvolle Nachnutzung gefunden. „Da führen wir jetzt ein Projekt mit der Umweltschutzbehörde durch“, freut sich Günter Berkemeier. Wenn sich der Umweltschutz auch auszahle, könne viel gegen das Insektensterben getan und Monokulturen vorgebeugt werden.

Tierfreunde können sich übrigens auch auf der Bienendorf-Website informieren, die von Sohn Dennis gepflegt wird. „So weiß jeder Pate, was gerade auf dem Land passiert“, so Dennis Berkemeier.

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