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Vorgestellt: Das ist die Flammkuchenschmiede aus Hamm

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Von: Peter Körtling

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Freuen sich, dass es endlich wieder los geht: Simone Pilk und ihr Mann Oliver Siebel vor einem der Anhänger der Flammkuchenschmiede.
Freuen sich, dass es endlich wieder los geht: Simone Pilk und ihr Mann Oliver Siebel vor einem der Anhänger der Flammkuchenschmiede. © körtling

Simone Pilk ist gelernte Bürokauffrau, doch seit 2008 lebt sie davon, Genuss zu verbreiten: Als Betreiberin der „Flammkuchenschmiede“ versorgt sie die Menschen in Hamm und einem Umkreis von gut 100 Kilometern mit frischen Flammkuchen aus dem Holzofen.

Herringen – Die Ursache für diese Entwicklung war ein Straßenfest in Dortmund: „Ich habe 2006 meinen Mann kennengelernt, der damals in Dortmund wohnte“, sagt Pilk. Als dort das Kaiserstraßenfest stattfand, genossen sie auch Flammkuchen und beobachteten den Stand.

„Der hatte einen Pavillon, einen Elektro-Ofen, alles ganz einfach“, so die Unternehmerin. Da dachten sich beide, das können wir doch auch. Diese erste Idee wurde dann noch einmal verstärkt, als ihr Mann bei der Arbeit mit einem Lieferanten sprach. Dieser hatte nämlich nebenbei einen Weinhandel.

Recherche in Frankreich und der Pfalz

Er bestärkte sie in der Idee, appellierte aber, es vernünftig anzugehen. So folgten Bildungsreisen nach Frankreich und in die Pfalz. „Wenn ich die Selbstständigkeit schon wage, dann aber richtig, habe ich mir damals gesagt“, erinnert sich Pilk. So wurde der Wunsch langsam Wirklichkeit und beim Frühlingsfest in Waltrop hatte sie ihren ersten Stand. „Zwar auch erstmal ganz klein, mit einem Pavillon. Doch immerhin schon mit einem richtigen Holzofen“, sagt Pilk. Das sei für die richtige Zubereitung und den guten Geschmack unerlässlich.

Trotzdem habe es einiges zu lernen gegeben: „Von der richtigen Menge an Lebensmittel-Vorräten, bis zu den optimalen Arbeitsabläufen haben wir noch einiges verbessert“, sagt Pilk lachend und berichtet, wie sie in Waltrop nachts den Pavillon abgebaut haben, um ihn am nächsten Morgen komplett wieder aufzubauen. Das Lehrgeld habe sich aber gelohnt. Der Beruf fiel weg, sie konzentrierte sich auf die Flammkuchenschmiede und 2012 kaufte sie den großen Verkaufswagen mit einem integrierten Holzbackofen.

Breites Angebot: Flammkuchen, Winzersteaks und Wein

2014 folgte der zweite Wagen und ergänzende Stände folgten: Zur Flammkuchenschmiede kam ein Stand für Winzersteaks und um den Durst kümmert sich ein Stand mit ausgewählten Weinen. „Wir lieben es einfach, die Menschen zu verwöhnen“, sagt Pilk. Damit sie stets nur das Beste anbiete, pflege sie die inzwischen oft engen Kontakte zu ihren Lieferanten und Winzern. „Wir sind auch immer wieder persönlich bei ihnen“, so Pilk.

Während der Saison, die von April bis Dezember reicht, ist die in Herringen lebende Pilk von einem Fest zum nächsten unterwegs. „Wir bemühen uns aber, möglichst abends wieder Zuhause zu sein“, so Pilk. Das beschränke zwar den Aktionsradius, doch sei sie nicht als Schaustellerin auf die Welt gekommen. „Das ständige umherreisen mit einem großen Wohnwagen wäre nichts für mich“, so Pilk. Zudem helfe ihr Mann Oliver Siebel gerne bei jeder Gelegenheit mit, doch habe er ja noch ein Angestelltenverhältnis in einem Autohaus. So und mit einem Teilzeitjob als Kurierfahrerin seien sie auch gut durch die Corona-Zeit gekommen.

Jetzt freue sie sich aber sehr, dass die Saison wieder stattfinde. „Ich genieße es auch immer, wenn wir die Flammkuchenschmiede in Hamm haben“, so Pilk. Ob beim Weinfest in Herringen, dem Trecker-Treffen in Norddinker, sie seien stets gern zu Gast, um die Menschen zu verwöhnen. „In letzter Zeit sind auch gebuchte Feiern sehr gefragt“, so Pilk. Ob runde Geburtstage, oder Firmenjubiläen – immer wieder werde sie angesprochen und biete dann gern den Genuss Zuhause oder im Betrieb.

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