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Herringer Hochhäuser: Berlin soll Hamm helfen

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Die Hochhäuser an der Waldenburger Straße. © Rother

HAMM - Trotz des Bieterwettstreits um die lange Zeit leer stehenden Hochhäuser an der Waldenburger Straße in Herringen treibt Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann seine Abriss-Strategie voran.

„Die Anträge für das Programm ,soziale Stadt’ beim Bundesbauministerium sind gestellt“, sagte der OB auf WA-Anfrage. Die Stadt Hamm reagiert

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damit binnen drei Tagen auf die Ankündigung von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) vom Wochenbeginn, die Mittel für das Programm „Soziale Stadt“ von 40 auf 150 Millionen Euro aufzustocken. Das Geld soll auch dazu dienen, Schrottimmobilien aufzukaufen, in denen Vermieter durch Überbelegung hohe Gewinne erzielen wollen. So soll die Entstehung neuer Brennpunkte verhindert werden.

Hamm ist eine der bundesweit 16 am stärksten von der Zuwanderung aus Osteuropa betroffenen Städte. Hunsteger-Petermann hofft, einen Teil der Kosten für Erwerb und Abriss der Hochhäuser gegenfinanzieren zu können.

Die geplante Ansiedlung der rumänischen Arbeiter durch die Firma Westfleisch Arbeiter ist indes auch im Aufsichtsrat der Schlachtgenossenschaft umstritten. Der Vorstand habe möglicherweise die Brisanz verkannt, sagte Landwirt Friedrich Karl Haumann aus Drechen im Gespräch mit der Lippewelle - er ist Mitglied im Aufsichtsgremium der Westfleisch eG. Dass die rumänischen Arbeiter nicht mehr über Werkverträge beschäftigt würden, sei ein Riesen-Fortschritt, so Haumann. Sie erhalten Mindestlohn und zahlten hier Sozialabgaben; auch sei klar, dass sie allein zum Geldverdienen hier sind: "Die wollen nicht ins Allee-Center zum Shoppen." Und es sei auch verständlich, dass sie möglichst in der Nähe ihrer Landsleute wohnen wollten.

Trotzdem sei eine konzentrierte Unterbringung in nur wenigen Häusern brisant, sei man sich im Aufsichtsrat einig; das Thema werde das Gremium weiter beschäftigen, so Haumann. - dfb/WA

Video-Umfrage unter Anwohnern:

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