35-Jährige eingeführt

Endlich auch offiziell Rektorin: Patricia Grewatta leitet die Stephanusschule in Heessen

Patricia Grewatta Leiterin der Stephanusschule Heessen
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Neue Rektorin: Patricia Grewatta ist neue Leiterin der Stephanusschule.

Die Stephanus-Grundschule im Heessener Dorf hat wieder eine feste Leitung. Patricia Grewatta, bislang stellvertretende Leiterin, wurde jetzt offiziell zur Rektorin ernannt. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte die Ernennung im engsten Kreis durch die Schulaufsicht der Hammer Grundschulen. Überraschend war die Ernennung nicht, die 35-Jährige leitet die Schule bereits seit August 2020 kommissarisch.

Heessen – Natürlich prägt die Pandemie auch an der Grundschule im Heessener Dorf den Alltag. Grewatta ist sehr zufrieden damit, wie Lehrer, Eltern und Schüler die Herausforderung der Ansteckungsvorbeugung angenommen haben. Jetzt gebe es täglich Videokonferenzen im Distanzunterricht, man nutze die Plattform iServ mittlerweile routiniert, es gebe digitale Informationsveranstaltungen. „Das war ein schwieriger Schritt in den digitalen Unterricht“, sagt Grewatta, „besonders für die digital nicht so versierten Kollegen.“

Großer Wunsch: Ein Ende des Distanzunterrichts

Aber gerade die hätten sich auf das Thema eingelassen – und sie hätten Unterstützung aus dem Kollegium erhalten. „Mit unserer sozialpädagogischen Fachkraft Katharina Otto und unserer Sonderpädagogin Stefanie Krenzien haben wir zwei Medienexperten, die allen Beteiligten jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“, sagt Grewatta. Und allen heißt für sie: Lehrern, Eltern und Kindern. Trotzdem wünscht sie sich wie alle an der Schule ein Ende des Distanzunterrichts.

Die Pandemie prägt auch die Pläne, die Patricia Grewatta für die Schule hat. Und die haben mit Sport zu tun. Die neue Schulleiterin kommt mit Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften auf der Langstrecke und Europameisterschaften im Triathlon aus dem Leistungssport, und die Grundidee der Bewegung hat sie gleich in den Distanz- unterricht eingebaut. „Stephanus Home Challenge“ heißt das Projekt, bei dem Kinder zuhause sportliche Aufgaben erfüllen können: zehn Minuten Laufen ohne Pause zum Beispiel, Liegestütze oder die Übung, auf dem Boden mit den Füßen sitzend Toilettenpapierrollen in einen Eimer zu befördern.

Bundesjugendspiele werden konzeptionell verändert

Zugleich wird sie die Bundesjugendspiele konzeptionell verändern, ein wenig will sie wegkommen vom Leistungsgedanken und hin zu gemeinsamer Bewegung in kooperativen Spielen. „Ich will eine bewegte Schule“, sagt Grewatta, „und das wollen wir mit Projekten, mit regelmäßigen Bewegungspausen und anderen Bewegungskonzepten erreichen.“

Herzensangelegenheit ist ihr eine bessere Zusammenarbeit von Schule und offenem Ganztag (OGS). Die beiden Elemente des Schulalltags sollen besser miteinander verzahnt werden, und die vor- oder nachmittags tätigen Kollegen sollen sich enger vernetzen. Das betrifft den Schulstoff und Lerninhalte. „Schule und OGS sind ein System, nicht zwei“, so Grewatta, die Beauftragte für den Ganztag der Stadt Hamm ist.

FDP-Video: Vermischung von Engagement und Beruf?

Aufmerksamkeit weckte sie Mitte April mit einem Posting auf der Facebook-Seite der Hammer FDP. Dort lobte die Schulleiterin den Strategiewechsel der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die den Hammer Schulen zugute komme – allerdings: Vor dem Logo der OGS an ihrer eigenen Schule.

Vermischung von Engagement und Beruf? „Das Foto hätte ich auch vor jeder anderen Schule machen können“, sagt Patricia Grewatta, „wichtig war mir nur, dass es ein OGS-Logo war – denn es ging mir um die OGS, an allen Schulen in ganz Hamm.“

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