Warten auf Fertigstellung

Hundeplatz am Sachsenring: Ein Tor allein auf weiter Flur

Hundeplatz Tor ohne zaun
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Das Tor des Hundesplatzes am Sachsenring steht etwas einsam.

Mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis der Hundeplatz am Heessener Sachsenring endlich eingezäunt war. Sogar ein Tor wurde mittlerweile aufgestellt. Das steht zurzeit aber noch ziemlich allein auf weiter Flur.

Heessen - „Da steh ich nun ich armes Tor und bin so klug als wie zuvor“. Dieses minimal abgewandelte Goethe-Zitat könnte auch problemlos für das Tor zum Hundeplatz am Sachsenring verwendet werden. Denn das Tor, das Anfang September dort aufgestellt wurde, steht noch einsam und verlassen in der Gegend herum und erfüllt – weil rechts und links neben dem Tor der Zaun fehlt – so keinen Zweck.

Hecke wird ergänzt

Das soll aber wohl nicht so bleiben, wie Dilek Dzeik-Erdogan, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Heessen, die sich zusammen mit den Nutzern des Hundeplatzes für die Einzäunung des Geländes eingesetzt hat, erklärt.

„Natürlich soll eine Hecke auch neben dem Tor angelegt werden“, sagt sie. Doch da es sich dabei um eine so genannte Benjeshecke handelt, wird Totholz – also Holz aus Heckenschnitt oder Baufällungen – benötigt. „Und da ist zurzeit nicht dranzukommen“, sagt Dzeik-Erdogan. Grund dafür ist, dass vom 1. März bis 30. September das so genannte Fäll- und Beseitigungsverbot zum Schutz der brütenden Vögel gelte und deshalb wenig Totholz zur Verfügung stehe.

„Es wird aber bald weitergehen“, ist auch Armin Wittwer überzeugt, dass die Stadt in den nächsten Wochen wieder Baum- und Heckenschnitt zur Verfügung stellt. Wittwer ist Mitinitiator der Benjeshecke und hat sie zusammen mit anderen Hundeshaltern aufgebaut. Die Heckenteile, die bereits angelegt sind, haben sich zudem gesetzt und sind deshalb nicht mehr so hoch wie vorher. „Hier müssen wir noch etwas aufstocken“, sagt Wittwer. Bei dem Tor handelt es sich um eine Spende eines Hundesbesitzers, der die Heessener Auslauffläche nutzt.

Die Kosten

Und was hat der ganze Spaß gekostet? In der Bezirksvertretersitzung im Juli hatte die Stadtverwaltung von 10000 Euro allein für das Tor gesprochen. „Wie man auf eine solche Summe kommt, ist mir immer noch ein Rätsel“, sagt Dzeik-Erdogan. 10000 Euro habe das gespendete Tor jedenfalls nicht gekostet. „Eigentlich hat es nichts gekostet, außer die Arbeit, es aufzustellen“, ergänzt Wittwer.

Schließlich stand noch die Genehmigung zur Aufstellung des Tores aus. Die sei nach Rückfrage beim Rechtsamt und beim Stadtbaurat erteilt worden, so dass das Tor am 5. September aufgestellt werden durfte, erzählt die SPD-Politikerin.

Benjeshecke selbst aufgebaut

Die Benjeshecke hatten die Hundebesitzer selbst aufgebaut. Material wurde von der Stadt gestellt, die zuvor deutlich gemacht hatte, dass sie kein Personal zum Aufbau der Hecke bereitstellen könne. Das Totholz umzäunt auch nicht die gesamte Fläche. Nur an einigen Stellen, an denen die Hunde aufs Feld oder den benachbarten Rad- und Fußweg entwischen könnten, wurde die Hecke aufgeschichtet. Jetzt fehlen nur noch zwei Stücke neben dem Tor, das zum Kreisverkehr ausgerichtet ist. Es soll vor allem die Hunde davor schützen nicht einfach auf den vielbefahrenen Sachsenweg zu laufen.

Mit rund 20 bis 30 regelmäßigen Nutzers aus ganz Hamm und der Umgebung ist die Auslauffläche sehr gut besucht, sagt Armin Wittwer. Einige loben sie sogar als die beste Fläche in ganz Hamm.

Dilek Dzeik-Erdogan hatte bereits vor zwei Jahren die Einzäunung des Geländes beantragt. Ursprünglich hatte die Verwaltung nur einem rund 150 Meter langen Zaun entlang des Geh- und Radweges zugestimmt.

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