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Warten mit Dschinni und Spiderman: Neue Warteräume im EVK sollen Kindern die Angst nehmen

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Von: Svenja Jesse

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Comic-Helden als Begleitern im Warteraum: Marie-Christine Ostermann, Prof. Wolfgang Kamin (Zweiter von rechts) und Karsten Homann freuen sich, den kleinen Patienten in der Kinderklinik ein wenig Abwechslung bieten zu können.
Comic-Helden als Begleitern im Warteraum: Marie-Christine Ostermann, Prof. Wolfgang Kamin (Zweiter von rechts) und Karsten Homann freuen sich, den kleinen Patienten in der Kinderklinik ein wenig Abwechslung bieten zu können. © Andreas Rother

Die Kinderklinik am evangelischen Krankenhaus in Hamm (EVK) hat neue Warteräume für kleine Patienten. Für das nächste Projekt des Fördervereins werden noch Spenden gesucht.

Hamm-Süden – Nervosität, Angst, Sorge oder Langeweile – in den Warteräumen der Kinderklinik am EVK gehen die kleinen Patienten durch ganz unterschiedliche Emotionswelten. Um sie davon abzulenken und ihnen die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen, hat der Förderverein der Kinderklinik zwei der Wartezimmer neu gestalten lassen. So schmückt das Wartezimmer im dritten Stock nun ein buntes Wandbild mit verschiedenen Disney-Charakteren. Sie alle wurden in mühevoller Handarbeit aufgemalt. Zuständig für die Gestaltung ist das Unternehmen „Honig & Blau“ aus Hamm.

Warten mit Disney-Figuren: Jeder hat eine eigene Geschichte

„Das Bild hat auch eine Geschichte. Wir sehen den Dschinni aus Aladdin, wie er eine Szene herbeizaubert, in der die Figuren aus dem Dschungelbuch einen Plan aushecken. Die Schlange Kaa freut sich, dass gleich etwas passieren wird, während der kleine Elefant sich lieber aus dem Staub macht. Aus der Ferne beobachten die Figuren aus dem großen Krabbeln die Szene“, erklärt Karsten Homann. Das Schöne: „Das ist nur meine Geschichte dazu, jedes Kind kann sich eine eigene ausdenken“, so der Geschäftsführer. Eine Etage tiefer können die älteren Kinder bald ihr Wissen über die Marvel-Charaktere auffrischen. Dort schauen Comicfiguren wie Hulk, Ironman, Wolverine und Spiderman auf die Wartenden herab.

„Wenn man auf die Station kommt, ist die Situation erst mal sehr steril. Es gab keine warmen, gemütlichen Ecken, an denen man warten und spielen konnte. Es ist ja so, dass nicht alle Kinder sofort behandelt werden müssen und dann ist es wichtig, dass sie einen schönen Ort haben, wo sie warten können. Deshalb haben wir die beiden Lounges eingerichtet, damit es einen Wohlfühlort für die kleinen und größeren Kinder gibt“, sagt Marie-Christine Ostermann, Vorsitzende des Fördervereins der Kinderklinik. Auf die passenden Möbel wartet das Klinikteam noch – wie bei vielen Dingen momentan, gibt es dort Lieferschwierigkeiten.

In die Jahre gekommen: Der Außenspielplatz muss dringend erneuert werden. Die Schaukel musste schon abgenommen werden, weil sie nicht mehr durch den TÜV kam.
In die Jahre gekommen: Der Außenspielplatz muss dringend erneuert werden. Die Schaukel musste schon abgenommen werden, weil sie nicht mehr durch den TÜV kam. © Andreas Rother

Spenden für neuen Außenspielplatz gesucht

Nach den Lounges hat der Förderverein schon das nächste Projekt im Blick. „Unser Außenspielplatz muss dringend erneuert werden, er ist schon über 20 Jahre alt und die Schaukeln mussten wir bereits abnehmen, weil sie nicht mehr durch den Tüv gekommen sind“, erklärt Ostermann. Ganz billig ist so ein Spielplatz allerdings nicht. „Das fängt bei 50.000 bis 60.000 Euro an. Deshalb würden wir uns sehr über Spenden freuen“, so die Vorsitzende. Infos zu den Projekten und Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite des Fördervereins der Kinderklinik.

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