Erste Hammer Partei fordert 24-Stunden-Kita

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Symbolbild

Hamm - Den Bedarf nach einer sogenannten „24-Stunden-Kita“ soll die Stadt aufgrund eines Antrags der Wählergruppe Pro Hamm prüfen.

Ratsfrau Nurcan Varol weist aber sofort darauf hin, dass dieser Begriff irreführend sei: Selbstverständlich blieben die Kinder nicht 24 Stunden in der Kita, allerdings zu anderen als den bisher möglichen Zeiten.

Hintergrund des Antrags ist die Erkenntnis, dass es zunehmend „pluralisierte Lebensformen“ gebe; damit verbunden sei die Schwierigkeit, Familie und Arbeit „unter einen Hut“ zu bringen. „Die steigende Erwartungshaltung der Arbeitswelt, die sich unter anderem in einer verstärkten Schichtarbeit zeigt, ist insbesondere für die soziale Gruppe der Alleinerziehenden ein großes Problem. Die Zahl der Menschen, die am Tag schlafen und nachts arbeiten, nimmt zu“, sagt die sozialpolitische Sprecherin von Pro Hamm.

Darum sei ein Bedarf nach professioneller Kinderbetreuung in Randzeiten entstanden. Eine solche Kinderbetreuung ermögliche es zum Beispiel Schichtarbeitern überhaupt erst, einer Vollzeittätigkeit nachzugehen. Selbstverständlich solle ein Kind nicht ganztägig betreut werden, sondern nur zu anderen Zeiten. Laut Varol gibt es bereits in rund einem Dutzend Kommunen sogenannte „24-Stunden-Kitas“ – und die Tendenz sei steigend. J WA

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