156.000 Euro für „Archäologischen Infopunkt“

Lippeauen-"Motte" gewährt Blick auf Landschaft und in die Vergangenheit

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Südlich der Kornmersch soll es künftig einen Infopunkt geben.

Hamm – Das Natur- und Umweltschutzprojekt „Erlebensraum Lippeaue“ nimmt die nächste (kleine) Hürde: Für das Teilprojekt „Archäologischer Infopunkt“ wurde jetzt ein Förderbescheid in Höhe von rund 156.000 Euro bewilligt. Mit dem Fördergeld soll ein kleiner Hügel mit einer Holzkonstruktion errichtet werden, die an einen mittelalterlichen Burghügel erinnern sollen.

Die sogenannte „Motte“ soll südlich der Kornmersch, in der Nähe des Flügeldeiches, errichtet werden. Derzeit wird die europaweite Ausschreibung für das Bauwerk vorbereitet, ein Baustart könne Ende des Jahres erfolgen, heißt es.

Von dem neuen Infopunkt aus haben Besucher die Möglichkeit, in die Landschaft zu blicken und gleichzeitig mehr über Hamms Stadtgeschichte zu erfahren. Dort werden unter anderem auch Informationen zum Schulprojekt „Archäologie und Schule“ dargestellt, das bereits 2018 erfolgreich mit rund 900 Schülern durchgeführt wurde. Unter Anleitung von fachkundigen Archäologen wurden damals etwa 800 Jahre alte Gebäudereste, zahlreiche Keramikscherben und weitere Spuren der Vergangenheit freigelegt.

Lehrpfadsystem geplant

Neben den Informationen zur Historie Hamms in der Motte wird es einer Mitteilung der Stadt zufolge ein Lehrpfadsystem geben, das sich über das gesamte Projektgebiet „Erlebensraum Lippeaue“ erstreckt und den Besuchern Informationen zu verschiedenen Themengebieten vermitteln soll. 

Das Projekt „Archäologischer Infopunkt“ ist Teil des Gesamtprojektes „Erlebensraum Lippeaue“ und wird gefördert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes NRW.

Eindrücke vom Erlebensraum Lippeaue im Herbst 2019

Ein Aus- und Überblick ist im Sinne der Planer. Aber das Betreten eines großen Teils des Erlebensraumes Lippeaue soll für die künftigen Besucher tabu sein. Das ist der dringende Wunsch der Planer mit Blick auf die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt dort. Eine große Herausforderung, denn die Menschen sollen die Bereiche ja trotzdem erleben können.

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