Landesgelder für Konzept gegen Rechtsextremismus

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Weniger um persönliche Handlungskonzepte, wie hier auf dem T-Shirt präsentiert, als vielmehr um ein lokales Konzept gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geht es im Falle der Landesförderung.  

Hamm - Das Land fördert die Arbeit der Stadt und des Evangelischen Kirchenkreises gegen den Rechtsextremismus mit 140.000 Euro. Damit wird für zwei Jahre eine zweite Stelle in der Projektentwicklung finanziert.

Die Fördermittel stammen aus dem Landesprogramm „NRWeltoffen – Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ und können in diesem und im nächsten Jahr abgerufen werden. Hamm erhält nach Angaben des Düsseldorfer Familienministeriums in diesem und im nächsten Jahr jeweils 70.000 Euro. Insgesamt fördert das Land 13 Städte und Landkreise und gibt dafür vier Millionen Euro.

Handlungskonzept gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Mit dem Geld solle vor Ort ein passgenaues Handlungskonzept erarbeitet werden, sagte eine Ministeriums-Sprecherin. In Hamm ist dies das „Handlungskonzept gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, das im Herbst vom Rat beschlossen wurde. In Kindergärten, Schulen und Stadtteilzentren soll extremistischen Einstellungen mit Bildungsarbeit entgegengewirkt werden.

Neue Projekte anstoßen

Eine Koordinierungsstelle ist dafür beim Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt und damit beim Evangelischen Kirchenkreis eingerichtet worden. Die Kosten von etwas mehr als 182.000 Euro für 2017/18 sollten mit Bundes- und Landesmitteln refinanziert werden. Durch die Förderung aus Düsseldorf sei es nun möglich, eine zweite Stelle einzurichten, sagte ein Stadtsprecher; zudem sollen mit den 140.000 Euro des Landes auch Fortbildungen ermöglicht werden. Die Koordinierungsstelle solle das Handlungskonzept weiterentwickeln, sagte der Sprecher, neue Projekte anstoßen und Fördergelder einwerben.

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