Polizei benennt Sachschaden

Feuer im Hammer Süden - Rauchmelder rettet Leben

Der Löschangriff ist nur von außen möglich - zu groß war die Gefahr, dass während einer Brandbekämpfung von innen der Dachstuhl einstürzt.
+
Der Löschangriff ist nur von außen möglich - zu groß war die Gefahr, dass während einer Brandbekämpfung von innen der Dachstuhl einstürzt.

[Update 15 Uhr] Großer Feuerwehreinsatz im Hammer Süden am Donnerstagvormittag: In der Arndtstraße brannte stundenlang ein Dachstuhl. Es entstand ein enorm hoher Sachschaden.

Hamm-Süden - Feuerwehr und Polizei waren seit kurz vor halb acht an der Arndtstraße im Einsatz. Dort geriet ein Dachstuhl in Brand. Wegen des Einsatzgeschehens musste neben der Arndtstraße auch der Langewanneweg zwischen Alleestraße und Richard-Wagner-Straße gesperrt werden.

Nach Schilderungen einer Bewohnerin brach das Feuer im Schlafzimmer der Dachgeschosswohnung aus. Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Die Kripo hat das Gebäude beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen; das gilt allerdings nicht automatisch als Hinweis auf eine mögliche Brandstiftung.

Klar ist: Das Haus ist infolge des Feuers und der Löscharbeiten bis auf Weiteres unbewohnbar. Das Dach gilt als einsturzgefährdet; ob auch das weitere Gebäude einsturzgefährdet ist, ist noch unklar. Die Bewohner, die ihre Räumlichkeiten noch nicht wieder betreten dürfen, kommen erst einmal bei Bekannten unter.

Die Polizei beziffert den Gesamtsachschaden auf rund 130.000 Euro.

Feuerwehreinsatz bei Dachstuhlbrand in der Arndtstraße

Brand an der Arndtstraße: Personen konnten rechtzeitig raus

Bereits auf der Anfahrt gegen 7.20 Uhr war laut Einsatzleiter Markus Coenjaerts "eine starke Rauchentwicklung erkennbar". Daraufhin wurden direkt weitere Kräfte nachalarmiert. Vor Ort bestätigte sich der Verdacht: Der Dachstuhl des Hauses brannte in voller Ausdehnung - Flammen und Rauchsäule waren weithin sichtbar.

Immerhin stellte sich schnell heraus, dass keine Personen vermisst wurden. Alle Bewohnerhatten das Haus rechtzeitig verlassen können. Lediglich ein 44-jähriger Mann kam wegen einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Er war durch einen Rauchmelder geweckt worden und konnte die anderen Bewohner alarmieren.

Dachstuhlbrand an der Arndtstraße: Brandherd schwierig zu erreichen

Die Feuerwehrleute starteten umgehend einen Löschangriff über eine Drehleiter. Parallel gingen Einsatzkräfte unter Atemschutz in das Gebäude, um den Brand von innen zu bekämpfen. Dieser Löschangriff von innen musste aber abgebrochen werden - zu groß war die Gefahr, dass der Dachstuhl einstürzt.

Eine zweite Drehleiter wurde in Stellung gebracht. Nach Angaben des Einsatzleiters bestand die größte Schwierigkeit darin, an den Brandherd zu gelangen. Die Feuerwehr entfernte daher Dachpfannen entfernt und setzte eine Rettungssäge ein, um das Dach einer Gaube einzuschneiden. Das brachte den erhofften Erfolg: Gegen 9.40 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand endlich unter Kontrolle. Mit Schaumeinsatz wurden letzte Glutnester ausgemerzt.

Ein Trupp war auch in einem Nachbarhaus im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. 

Dachstuhlbrand an der Arndtstraße: 40 Kräfte im Einsatz

Insgesamt waren zeitweilig 40 Einsatzkräfte vor Ort - neben den Berufsfeuerwehrleuten der Wachen 1 und 2 auch die freiwilligen Feuerwehren aus Berge, Rhynern und Norden. 

Weitere freiwillige Feuerwehren besetzten die Wachen 1 und 2 und stellten so den Grundschutz in Hamm sicher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare