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Scharfe Kritik an Ampel-Koalition: „Zeigt sich orientierungslos“

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Von: Sascha-Nikolai Paschedag

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Neujahrsempfang: Im Gerd-Bucerius-Saal beging die CDU ihren diesjährigen Jahresauftakt anwesend waren: Arnd Hilwig, der neue Fraktionsführer Daniel Tümmers, Thomas Hunsteger-Petermann, Johannes Ferstl, Vera Dunkel-Gierse und Oskar Burkert. Bei seiner ersten öffentlichen Rede zeigte sich Tümmers angriffslustig.
Neujahrsempfang: Im Gerd-Bucerius-Saal beging die CDU ihren diesjährigen Jahresauftakt anwesend waren: Arnd Hilwig, der neue Fraktionsführer Daniel Tümmers, Thomas Hunsteger-Petermann, Johannes Ferstl, Vera Dunkel-Gierse und Oskar Burkert. Bei seiner ersten öffentlichen Rede zeigte sich Tümmers angriffslustig. © Paschedag

Beim diesjährigen Neujahrsempfang der CDU fehlte zwar der Stargast, der neue Fraktionsführer Daniel Tümmers zeigte sich dafür aber angriffslustig gegenüber der Ampel-Koalition.

Hamm – Attacke beim Neujahrsempfang: Bei der Zusammenkunft der heimischen CDU im Heinrich-von-Kleist-Forum präsentierte sich der Fraktionsvorsitzende Daniel Tümmers in seinem neuen Amt zum ersten Mal einem größeren Publikum. Seine Worte fanden besondere Beachtung – auch weil jemand am Rednerpult fehlte.

Der ursprüngliche Gast, Landesministerin für Heimat und Kommunales, Ina Scharrenbach, fiel nämlich kurzfristig aus. „Sie ist aufgrund einer ministeriellen Aufgabe in Düsseldorf verhindert“, sagte der ehemalige Fraktionsvorsitzende Arnd Hilwig zu den rund 150 Besuchern im Gerd-Bucerius-Saal. Als Gastredner sprang kurzfristig der ehemalige Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann ein.

Hilwig: „Wir müssen die Menschen schützen, die uns schützen“

„Sieht man sich die Themen an, die das beginnende Jahr bestimmt haben, so hoffe ich, dass es nicht so weitergehen wird“, erklärte Hilwig. Dabei ging er auf verschiedene Themen ein, etwa die Krawalle in Berlin in der Silvesternacht oder die jüngsten Proteste in Lützerath. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die für unsere Sicherheit sorgen, von anderen mutwillig angegriffen werden“, sagt Hilwig. „Wir müssen die Menschen schützen, die uns schützen.“

Auch auf die Bundeswehr kam Hilwig in seiner Rede zu sprechen. „Ich hoffe, dass das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro schnell genutzt wird“, so Hilwig. „Alles andere wäre beschämend für dieses Land“.

CDU-Fraktionsführer Tümmers: „Haben eine Menge vor.“

Dann setzte eben jener Daniel Tümmers kommunale Schwerpunkte. „Die Ampel zeigt sich orientierungslos“, erklärte er und ging fortan ins Detail: „Ich habe das Gefühl, dass die Ampel zum Beispiel keine Autos mehr in der Innenstadt wünscht.“ Damit spielte er auf die für den Pkw-Verkehr gesperrte Südstraße an. Viele Menschen würden wegen dieser und anderer Maßnahmen mittlerweile eher in andere Städte fahren, was nicht das Ziel dieser Stadt sein könne, so Tümmers.

Immer wieder zeigte sich Tümmers in seiner Rede angriffslustig. „Wir als CDU und insbesondere Arnd Hilwig und ich haben eine Menge vor. Und das kann man auch durchaus als Drohung verstehen“, so Tümmers, der auch klar das Ziel für die kommende Wahl des Oberbürgermeisters definierte. „Unser Ziel ist es, dass wir als CDU in dieser Stadt viel reißen und uns wieder an die Rathausspitze bringen.“

In der Zwischenzeit sei die CDU für konstruktive Vorschläge offen, so Tümmers. „Wir wollen keine Fundamentalopposition machen, sondern gestalten. Deswegen sind wir für gute Ideen immer offen und zu haben“, sagte Tümmers. „Aber leider gibt es davon in letzter Zeit nicht allzu viele.“

Neujahrsempfang: Spenden sammeln für Hilfsprojekt von Vitaliy Berestyan

Gastredner Hunsteger-Petermann, der in seiner Rolle als Landesbeauftragter für interkommunale Zusammenarbeit anwesend war, bescheinigte der Schwarz-Grünen Landesregierung auf dem richtigen Weg zu sein. „Das Bündnis ist sicherlich gewöhnungsbedürftig“, sagte er. „Aber man hat doch gemerkt, dass es passt und funktionieren kann.“

Im Rahmen des Empfangs wurde auch auf eine Sammelaktion von Vitaliy Berestyan aufmerksam gemacht. Der Ukrainer will Verbandskästen für die Landsleute in seiner Heimat beschaffen. „Wer noch Kästen übrig hat, kann diese gerne an unserer Parteizentrale abgeben“, sagte Hilwig. Zudem wurde um eine Geldspende gebeten – an dem Abend kamen so, laut Kreisgeschäftsführer Werner Thies, 965 Euro zusammen.

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